Förderpreis komische Literatur geht an Jan Neumann

Kassel. Der Dramatiker Jan Neuman erhält im kommenden Jahr den „Förderpreis Komische Literatur". Die Auszeichnung wird jungen Autoren verliehen, die auf hohem künstlerischen Niveau das Komische gestalten.

Sie ist mit 3000 Euro dotiert und wird auf Vorschlag von Verlagen durch die Stadt Kassel und die Stiftung Brückner-Kühner verliehen. Die Preisverleihung findet am 26. Februar 2011 im Kasseler Rathaus statt. An diesem Tag erhält Thomas Kapielski den Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor.

Die Veranstaltung eröffnet das 5. Kasseler Komik Kolloquium, ein einwöchiges Festival zum Komischen in der Sprachkunst. Jan Neumann, 1975 in München geboren, erhält den Preis für seine innovative Gestaltung von Komik, jüngst etwa in Stücken wie "Fundament" und "Knolls Katzen".

Darin folgte die Jury dem Vorschlag von Neumanns Verlag Gustav Kiepenheuer Bühnenvertrieb aus Berlin. Nach Ansicht der entfalten Neumanns Theatertexte „ein breites Panorama an aktuellen Lebenserfahrungen und kluger Reflexion und beherrschen dabei alle Tonlagen des Komischen von burlesker Albernheit bis zu melancholischer Tragikomik“. Karikaturen träfen auf fein gezeichnete Charaktere, auf grobe Situationskomik folgten berührende Szenen, und „verbinden sich zu einem turbulenten Spiel auf der Schwelle zwischen dem Erhabenen und dem Lächerlichen.“ Die Texte würden oft erst im Prozess der Inszenierung mit dem Ensemble entwickelt. Das verleihe ihrer dichten Sprache eine außerordentlich lebendige Kraft.

Jan Neumann wurde 1975 in München geboren. Er lebt als Theaterschriftsteller, Schauspieler und Regisseur in Berlin. Seine Schauspielausbildung absolvierte er an der Bayerischen Theaterakademie August Everding. Seit 1998 hatte er Engagements am Bayerischen Staatsschauspiel und am Schauspielhaus Frankfurt. Seit 2006 ist er freischaffend tätig. Ab 2004 hat er ein gutes Dutzend Theaterstücke veröffentlicht.

Bisherige Förderpreisträger waren Frank Schulz, Jochen Schmidt, Tilman Rammstedt, Jess Jochimsen, Philipp Tingler, Michael Stauffer und Rebekka Kricheldorf. Die Kasseler Sparkasse hat auch in diesem Jahr die Finanzierung des Förderpreises übernommen. (vbs)

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