Bettina Fraschke über den Frankfurter Krimi

Tatort-Kritik: Folge vier mit Wehmut

Wehmütig konnte man werden am zweiten Weihnachtsfeiertag. "Im Namen des Vaters" war der vorletzte Frankfurter "Tatort" mit dem herausragenden Schauspielerduo Nina Kunzendorf und Joachim Król als Conny Mey und Frank Steier.

Im April läuft die fünfte Ausgabe mit den beiden, dann steigt Nina Kunzendorf aus. Dass das ein Verlust wird, zeigte sich gestern erneut. Dabei bestach der deprimierende Fall aus der Besuffski-Szene im Gallusviertel weniger durch Spannung als als Milieustudie. Lars Kraume (auch Regie), der alle Folgen mit den beiden HR-Ermittlern nach wahren Begebenheiten geschrieben hat, hat schon packendere Vorlagen verfasst.

Die Schauspielerleistungen, auch der Nebenrollen, überzeugten jedoch, eine spannende Entdeckung war der junge Vincent Redetzki, der den Sohn der Toten spielte. Und Nina Kunzendorf: Sie lässt ihre Figur stets mehr erzählen, als sie mit Worten sagt. Schon wie sie mit kräftigem Schritt und im Tussen-Glamour-Look durch die Gänge schreitet auf dem Weg zu ihrem schrulligen Kollegen Sekt in der Hand zum Zuprosten in der Silvesternacht.

Und wie sie dabei unterwegs den knutschenden Kollegen zuruft "Frohes Neues, ihr Schmusis" - jedes Detail füllt sie mit Bedeutung. fra@hna.de

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