Französische Kostbarkeiten: Das Trio Amethyst im Opernfoyer

Feines Zusammenspiel: Das Trio Amethyst mit (von links) Elvan Schumann, Michael Kravtchin und Manfred Schumann. Foto: Zgoll

Kassel. Was verbindet Istanbul, Füssen und Moskau? Die Musik - genauer gesagt: das Trio Amethyst. Es sind die Geburtsorte der drei Musiker Elvan Schumann (Violine), Manfred Schumann (Violoncello), beide im Staatstheater-Orchester aktiv und Michael Kravtchin (Klavier), Dozent an der Musikakademie „Louis Spohr“.

Tradition haben die Kammermusikkonzerte des Staatstheaters, Tradition hat der gute Besuch der Konzerte, Tradition haben aber auch die Auftritte des Trio Amethyst, das diesmal mit französischen Komponisten des ausgehenden 19. und des beginnenden 20. Jahrhunderts ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt hatte.

Über technische Fähigkeiten spricht man nicht, die hat man. So auch die drei Musizierenden. Umso deutlicher ist aber in der Gestaltung die intensive Probenarbeit zu spüren, wobei das langjährige Zusammenspiel zusätzliche Sicherheit gibt. Ein Blick genügt für den gemeinsamen Anfang, die dynamischen Akzentuierungen sind perfekt aufeinander abgestimmt. Ob plötzliche Fortissimo-Ausbrüche oder raffiniert gestaltete, teils verblüffende Schlüsse, es war immer interessant und spannend zugleich.

Der erste Teil war Gabriel Fauré (1845-1924) gewidmet mit einer wunderbar musizierten Elegie für Cello und Klavier und dem Klaviertrio d-Moll op. 120.

Nach der Pause fesselte Michael Kravtchin die Hörer mit der Interpretation des „Morgenlied des Narren“ von Maurice Ravel (1875-1937).

Die Darbietung des Klaviertrios g-Moll von Ernest Chausson bestätigte das hohe Niveau dieses Konzertes, das mit Bravo-Rufen, starkem Beifall und einer Zugabe von Robert Schumann aus den Fantasiestücken op. 88 schloss.

Au revoir, Trio Amethyst!

Von Gerhard Rassner

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