Leiter der Hofer Filmtage

Freunde ehren Hofer Festivalleiter Heinz Badewitz zum Abschied

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Starb am 10. März: Heinz Badewitz.

München - Enthusiasmus und Empathie - damit hat Heinz Badewitz Filme und ihre Macher gefördert. Auf der Trauerfeier nach seinem Tod sind sich seine Wegbegleiter einig: Es bleibt eine große Lücke.

Als großen Förderer und Menschenfreund haben Weggefährten den langjährigen Chef der Hofer Filmtage, Heinz Badewitz, auf dessen Trauerfeier gewürdigt. Sein Tod reiße eine große Lücke, sagte nicht nur Schauspielerin und Regisseurin Margarethe von Trotta am Montag in München. „Das kann man nicht nachmachen, was er gemacht hat“, bekräftigte die 74-Jährige.

Badewitz war am 10. März im Alter von 74 Jahren während eines Besuchs der „Diagonale - Festival des österreichischen Films“ in Graz gestorben. Er war einer der Gründer der Internationalen Hofer Filmtage, die seit 1967 stattfinden und sich als Plattform für deutsche Nachwuchsregisseure etabliert haben.

Entsprechend bleibt Badewitz vielen in der Filmbranche ein großes Vorbild. Eine Chance gebe es aber, das Loch zu füllen, sagte Autorin und Regisseurin Doris Dörrie (60): „Indem wir versuchen, das aufrechtzuerhalten, was er gemacht hat - und das bedeutet vor allem Ermunterung.“ Besonders seine Lust am Fördern werde bleiben, betonte auch Produzent und Regisseur Reinhard Münster. „Da war er ganz groß. Er war ein empathischer Mensch im allerbesten Sinne.“

Regisseur Tom Tykwer (50) ergänzte, von Badewitz hätten viele in der Filmbranche „so ziemlich alles gelernt“ - vor allem, wie man sich den Enthusiasmus bewahre. Auch Schauspieler Peter Lohmeyer (54) sieht in Badewitz einen Lehrmeister: „Ich habe gelernt, zuzuhören. Der Heinz war immer da, hat immer ein Ohr gehabt.“

Von Badewitz' unermüdlichem Engagement profitierte nicht zuletzt dessen Heimatstadt Stadt Hof. „Er hat den Namen von Hof im Kulturbereich und weit drüber hinaus groß gemacht“, sagte Oberbürgermeister Harald Fichtner und beschrieb dabei auch die Bescheidenheit, die der Filmschaffende immer behalten habe. „Wie er von allen geliebt und verehrt wurde, das war ihm - so war mein Eindruck - peinlich. Aber er wurde umjubelt.“

Seine Beliebtheit war auch auf seiner Trauerfeier in München nicht zu übersehen: Rund 360 Freunde und Weggefährten aus der Filmbranche kamen in einem Kinosaal zusammen, um dem Leben und Werk von Badewitz zu würdigen. „Heinz war im besten Sinne alterslos. Er war ein Fels in der Brandung der bayerischen und der deutschen Filmbranche, unverrückbar und verlässlich“, bilanzierte Klaus Schäfer, Geschäftsführer des FilmFernsehFonds Bayern. „Ihm ging es nicht um Glanz und Glamour, sondern um die Filme an sich und die Menschen, die dahinter stehen.“

dpa

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