Von Freunden für Freunde: Minor Swing spielten im Schlachthof

Federleichter Jazz: (von links) Jörg Teibach (Gitarre), Mario Carboni (Klarinette), Frank Brinkmann (Gitarre) und Hannes Volkhardt (Kontrabass). Foto: Fischer

Kassel. Das Kasseler Quartett Minor Swing machte am Donnerstagabend den Saal des Kulturzentrums Schlachthof zu seinem Wohnzimmer und interpretierte Gypsy Swing der Dreißiger- und Vierzigerjahre. Besetzt nach dem Vorbild von Django Reinhardts Hot Club de France mit Solo- und Rhythmusgitarre, Violine und Kontrabass präsentierten Jörg Teibach (Violine, Gitarre), Mario Carboni (Gitarre, Klarinette), Frank Brinkmann (Gitarre) und Hannes Volkhardt (Kontrabass) eine federleichte Jazz-Version.

Es schien, als würden Freunde für Freunde spielen. „Das war ja wieder klar“, raunte es aus dem Publikum, als Carboni ein Geigensolo von Teibach um ein paar Töne erweiterte. Bei der Interpretation von Coltranes „Impressions“ fiel Brinkmann ein, wie viele Weihnachtsgeschenke er noch besorgen muss. Zwei kurze Sets und eine lange Pause trugen zur entspannten Stimmung bei. Die Gitarristen meisterten das anspruchsvolle Repertoire mit großer Fingerfertigkeit, der Bassist sorgte für Schwung und der Geiger für große Gefühle. Für Soli gab es immer wieder Zwischenapplaus.

Eines der Lieblingsstücke der gut 20 Gäste war Django Reinhardts Walzer „Montage Sainte Geneviève“. Weniger bei diesem, aber doch bei den meisten anderen Django-Klassikern fiel jedoch auf, dass die Kasseler deutlich weniger nach Gypsy klingen als ihr Vorbild.

Minor Swing spielen seit zwei Jahren in der aktuellen Besetzung. Wenn sie sich nicht gerade ihrer Lieblingsmusik widmen, sind die Musiker Geigenbauer, Musik- und Musikschullehrer. Viel Applaus.

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