Frisch, frech, vierstimmig: Maybebop beim Vellmarer Sommer im Park

Auch mal mit Pappnasen: Maybebop mit (von links) Jan Bürger, Oliver Gies, Sebastian Schröder und Lukas Teske. Foto: Schachtschneider

Vellmar. Frechdachs-Charme schon vor dem ersten Stück: Zuerst fordern Oliver Gies, Sebastian Schröder, Jan Bürger und Lukas Teske - kurz Maybebop - das Publikum auf, beim Begrüßungsapplaus mehr Gas zu geben, dann heißt es:

„Guten Abend, Baunatal.“ Die A-cappella-Formation kann sich solche Späße leisten. Die vier so unbekümmert auftretenden Sänger haben es zu absoluten Sympathieträgern geschafft – und das nicht nur wegen ihrer in Deutsch vorgetragenen Gesangsnummern.

Ihr Konzert am Mittwoch beim Sommer im Park ist ausverkauft, das Publikum feiert das Quartett von der ersten Minute an. „Das darf man nicht“ heißt ihr aktuelles Programm, und mit dem gleichnamigen Lied legen die vier los. Bunt aufgemischt sind nicht nur ihre Bühnenklamotten, sondern auch die Themen ihrer Lieder. Es geht um Liebe, das Internet, Facebook, den Alltag, Partnerschaft und vieles mehr. Die Stücke sind herrlich frech und großartig pointiert getextet.

Ein Lied erzählt von „meinem Handy“ – Bass Sebastian Schröder wird seines den ganzen Abend hindurch zum Vergnügen des Publikums immer wieder zum Einsatz bringen.

In einem anderen singen sie: „Theoretisch bin ich Millionär“, das stark an den Ohrwurm der Prinzen („Ich wär’ so gerne Millionär“) erinnert. Zwischen den Stücken wird geblödelt, genörgelt, einander auf den Arm genommen. Das Publikum lacht viel. Die Lichtshow ist bärenstark.

Auch Mitsingen ist angesagt. Zunächst richtet sich das Angebot nur an einzelne Besucher. Einer traut sich, kommt auf die Bühne und singt vom Quartett begleitet den Fools Garden-Hit „Lemon Tree“. Großartig macht er das, singt wie ein Profi. Das Publikum jubelt. Lukas Teske bringt es lachend auf den Punkt: „Die Show gestohlen, nennt man so was, so eine Rampensau.“ Fünf Minuten später rast das Publikum noch mehr. Ein Junge, etwa sechs Jahre alt, entzückt die Besucher zuerst mit seinem Lampenfieber, dann mit dem Ohrwurm „Biene Maya“. Nach der Pause erscheinen die vier in Anzügen, die Show aber bleibt locker, liebenswert frech und riesig unterhaltsam. Donnernder Applaus, viele Zugaben.

Von Steve Kuberczyk-Stein

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