Bassist Hellmut Hattler und seine Krautrock-Band Kraan stellten ihre CD im Schlachthof vor

Mit dem frischen Atem der Gegenwart

Ausnahmebassist: Hellmut Hattler. Foto: Schachtschneider

Kassel. Schon vor drei Jahrzehnten wurde die Band Kraan gegründet, aber manchmal ist Hellmut Hattler immer noch ratlos mit seiner Krautrock-Formation. „So lange schon spielen wir diese Stücke“, sagte der Ausnahmebassist am Dienstag im rappelvollen Kulturzentrum Schlachthof, „aber bei Live-Auftritten wissen wir immer noch nicht, wohin uns die Musik gerade führt.“

Das Trio ist nicht gekommen, um sich nur zu reproduzieren. Seit dem Jahr 2000 stehen die Musiker auch wieder gemeinsam auf der Bühne. Das Studio-Album „Through“ kam 2003 heraus, vier Jahre später folgte das Album „Psychedelic-Man“. Auch beim Konzert in Kassel wurde nicht Vergangenheit ausgeatmet, sondern musikalische Gegenwart. Neues soll entstehen.

Das gilt für das kommende Album, das auf dieser Pre-Release-Party schon mal gefeiert wurde. Und das gilt auch für die Aura, mit der das Trio seine alten Stücke bringt: spielfreudig und hungrig nach kreativem Ausdruck.

Die neue CD dürfte ein Festschmaus für Kraan-Fans sein: Rockige, groovige und verträumte Elemente verschmelzen. Hattlers Bass teilt sich die Dominanz mit den großartigen Gitarrenkreationen von Peter Wolbrandt. Bruder Jan Fride begleitet mit viel Dynamik am Schlagzeug.

Das Publikum im Schlachthof ist begeistert. Auffällig dabei: Gut die Hälfte der Besucher ist jünger als 30 Jahre. Kein Zweifel: Kraan sind wieder da.

Von Steve Kuberczyk-Stein

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