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Frischzellenkur für den Sound aus den 1980er-Jahren

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Folgten der Einladung ins Theaterstübchen: Darren Jones und Leonard Arnemann von Handsomest.
Folgten der Einladung ins Theaterstübchen: Darren Jones und Leonard Arnemann von Handsomest. © Foto: Andreas Fischer

Kassel – Zum ersten Mal im Theaterstübchen, auch sonst kaum bekannt. Da staunt man über die Zuschauerresonanz. Knapp hundert Besucher kamen am Montag ins Theaterstübchen und die zogen ein Spektakel ab, als gelte es, großen Pop-Stars zu huldigen. Es wurde gejubelt, ja gekreischt, als der aus Kanada stammende Singer-Songwriter Darren Jones und Arrangeur und Tastenmann Leonard Arnemann aus Göttingen und ihre Mitstreiter von der Formation Handsomest die Bühne betraten.

Es blieb so das ganze Konzert hindurch.

Beim French Quarter Jam, bei dem jeder im Stübchen auf die Bühne kann, hatte Club-Chef Markus Knierim Jones und Arnemann erlebt und offerierte den beiden: „Wenn ihr ein Programm habt, meldet euch.“ Am Montag war es soweit. Eine CD gibt es noch nicht, dafür aber jede Menge Eigenkompositionen, die vom Publikum, zumeist im Studentenalter, gefeiert wurden.

Nicht zu Unrecht. Die Musik hat viel vom Sound und Flair der 80er- und 90er-Jahre, ist sehr melodisch, geht rasch ins Ohr. Synthiepop und eine Prise Rock wird geboten, bisweilen Balladen epischen Zuschnitts. Sänger Jones bringt sie mit melodramatischer Note, hat Charisma und eine Stimme, die bisweilen an David Bowie erinnert, bisweilen Züge von Freddie Mercury hat. Letzteres gilt besonders für die Balladen.

Auch seine Mitstreiter trugen zum großen Erfolg bei. Jona Albusberger zum Beispiel mit einfühlsamen Gitarrenakzenten, Paolina Aquilino, die nicht nur als Co-Sängerin glänzte, sondern auch solo. Starke Einschübe kamen auch von Tastenmann Leonard Arnemann und Gastmusikerin Kirsten Sebode, die ein tolles Saxofonsolo beisteuerte. Routiniert spielten Moritz Weiser am Schlagzeug und Janis Lampe am Bass. Allen kann man attestieren: Da wurde aus dem Herzen gespielt. Frenetischer Schlussapplaus, zwei Zugaben.

Heute, 20 Uhr, im Theaterstübchen: ImproKS.

Von Steve Kuberczyk-stein

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