Die Sängerin Ewa Parna und ihr Quartett Mikado Sphinx begeisterten das Publikum im Theaterstübchen

Fröhlich und mit viel Herz

Charismatisch: Ewa Parna beim Auftritt im Theaterstübchen. Foto: Schachtschneider

Kassel. Als „Garagagenschlager“ war der Auftritt der Sängerin Ewa Parna und ihrer Formation Mikado Sphinx im Programmheft des Theaterstübchens untertitelt. Garagenschlager? Was ist das denn? Antwort geben können die Besucher, die am Dienstag zu dem Konzert von Ewa Parna, Andreas Köthe (Keyboard), Tobias Schulte (Schlagzeug) und Rebecca Möller (Saxofon) kamen.

Das Quartett bot stilistische Blüten, die, bestens arrangiert, zu Polka, Pop, Jazz und Chanson aufblühten. Dazu kamen originell geschriebene deutsche Texte. Einige Lieder wurden in polnischer Sprache gesungen. Das Ganze umgab eine musikalische Aura, die herrlich frisch und frech rüberkommt, stimmungsmäßig aber auch ins Melancholische wechseln kann.

Das Publikum im halb gefüllten Club ließ sich von der Musik und der Ausstrahlung der Musiker rasch mitreißen. Die polnischstämmige Sängerin Ewa Parna hat das, was man als slawische Seele bezeichnet – also viel Gefühl und die natürliche Ausstrahlung und Gesangsstimme einer Frau, die feiern, aber auch weinen kann. Und das besonders bei Stücken wie „Cyganie“ – „ein Riesenhit in meiner Heimat“ – oder „ Matko“, in denen sie sich an ihr Land erinnert. Rhythmus und Melancholie gehen da Hand in Hand. Das Publikum klatschte mit.

Kopf und Spaßmacher des Quartetts ist Andreas Köthe. Von ihm stammen die bisweilen herrlich verrückten Texte, die aber auch kritisch zupacken können, die famosen Arrangements und ein Keyboardspiel, inklusive Soli, bei dem man nur mit der Zunge schnalzen kann.

Zu begeistern wussten auch Rebecca Möller, die immer wieder tolle Saxofonlinien beisteuerte und Schlagzeuger Tobias Schulte, der nicht nur bei seinen Soli glänzte.

Viel Beifall gab es auch für das Stück „Helden“, das die Formation mit Unterstützung des Bundesprogramms „Demokratie leben“ auch als Musikvideo produziert hat und das im Internet zu sehen ist. Dabei wurden Menschen in Geschäften angesprochen, den Refrain mitzugestalten. Die Musiker wollen damit ein Zeichen in Sachen Toleranz und Integration setzen. Viel Applaus, eine Zugabe.

wwww.mikadosphinx.de

Von Steve Kuberczyk-Stein

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