Fröhliche HipHop-Party mit den Orsons im Kulturzelt

Nicht nur die vier auf der Bühne hatten Spaß: Die Orsons mit (von links) Tua (Johannes Bruhns), Kaas (Lukas Michalczyk), Bartek (Bartek Nikodemski) und Maeckes (Markus Winter) aus Stuttgart. Foto: Malmus

Die Orsons haben schon den CDU-Politiker Günther Öttinger rappen lassen und sind immer für eine coole HipHop-Party gut. Das bewiesen die Stuttgarter nun auch im Kasseler Kulturzelt.

Kassel. Bilder sagen mehr als Worte: Wenn zahlreiche Besucher eines Konzertes ihre T-Shirts ausziehen und damit wedeln und zudem noch Sitzkissen auf die Bühne schleudern - und von dort kommen sie lachend zurück -, dann kann man sich in etwa vorstellen, was für eine tolle Stimmung am Samstag beim Konzert der Stuttgarter HipHop-Formation Die Orsons im Kulturzelt herrschte.

„Schwung in die Kiste“ hieß das Stück, das dies untermalte. Es war bereits die dritte Zugabe, mit der das Quartett den Fans den Abschied versüßte. Über 400 Besucher waren gekommen und feierten eine große Party. Es wurde gerappt, gewitzelt, eingeheizt und - besonders aus der Sicht des Publikums - mächtig geschwitzt. Abwärts in die Knie, aufwärts wie ein Gummiball, Arme in die Höhe, kollektives Marschieren von links nach rechts und wieder zurück. Wozu die Musiker auch immer animierten, das Publikum war dabei.

2008 veröffentlichten Die Orsons ihr erstes Album, nun mit „What’s Goes?“ ihr aktuelles. Damals wie heute versprühen Tua, Kaas, Maeckes und Bartek im Gegensatz zum typischen Deutsch-Rap oder aggressivem Gangster-Rap jede Menge fröhliche Fetenaura und Texte, die mit Witz, Ironie und Fantasie Alltagsthemen aufgreifen, gern auch auf den Arm nehmen. Auffallend auch, dass sich beim Konzert im Kulturzelt gleich mehrere Generationen mischten. Das mit fetten Beats und viel Bühnen-Power gespickte Repertoire an diesem Abend bot einen Querschnitt aus Stücken jüngeren und älteren Datums.

Mit auf der Bühne und ebenfalls schwer im Einsatz: Die Sängerin Yasmine Shakeri, Schlagzeuger Willi Belgard, DJ Jopez und Gitarrist Tristan Brusch, der zudem auch „Little Funny Man“ sang, die Originalversion des Orson-Stückes „Jetzt“.

Neben zahlreichen Abgeh-Nummern, aber auch einigen melancholischen wie „Kim Kwang“, ein „Tribut an den koreanischen Kurt Cobain, der sich selbst umgebracht hat“, fehlten auch Ohrwürmer wie „Es fühlt sich gut an“ („ein Orson zu sein“, ergänzte das Publikum singend“), „Oben vom Heu“, „Lagerhalle“, „Apfelschnitzschneider“ oder „Was Labersch Du“ nicht. Schweißnass, aber glücklich verabschiedeten die Fans ihre Einheizer.

Von Steve Kuberczyk-Stein

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