Fuchs, du hast hat den Hit gestohlen: Das Youtube-Video des Jahres

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Was 2012 „Gangnam Style“ von Psy war, ist heute der Fuchs: Der Clip „The Fox (What Does The Fox Say?)“ von Ylvis (links) war das meistgesehene Youtube-Video 2013. Die Kölner Komiker-Gruppe Y-Titty zeigte ihn in seiner Milky-Chance-Parodie mit einem Doppelgänger des Kasseler Chart-Stürmers.

Am Ende des Jahres haben es die beiden Pop-Aufsteiger 2013 noch in ein gemeinsames Video geschafft, das zum Schreien komisch ist. Das Kölner Comedy-Trio Y-Titty hat vorige Woche eine Parodie auf das Kasseler Duo Milky Chance  ins Netz gestellt.

Oguz Yilmaz von Y-Titty verkleidet sich darin als Clemens Rehbein  und singt scheinbar bekifft dessen Hit „Stolen Dance“, der hier „Stolen Pants“ heißt.

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Weil seine Hose gestohlen wurde, sitzt der Gitarrist am Ende unten ohne auf dem Stuhl. Dann kommt ein tanzender Fuchs dazu, der „Ringedingeding“ macht. Milky Chance finden das Video klasse. Das ist eine Auszeichnung für uns“, sagt Tobias Herder von der Plattenfirma Lichtdicht Records, die den Kasseler Abiturienten Clemens Rehbein und Philipp Dausch zum internationalen Durchbruch verholfen hat. Nur wer ist dieser bekloppte Fuchs?

Gäbe es so etwas wie das Youtube-Tier des Jahres, müsste der Vierbeiner die Auszeichnung bekommen. Kein anderes Video als der Clip „The Fox (What Does The Fox Say?)“ des norwegischen Komiker-Duos Ylvis wurde dieses Jahr häufiger angeschaut. Derzeit steht der Zähler bei mehr als 300 Millionen Klicks.

Sie sind Ylvis: Die norwegischen Brüder Bård (links) und Vegard Ylvisåker.

Das knapp vierminütige Filmchen dreht sich um die Frage, wie eigentlich der Fuchs macht. Zu eingängigem Dance-Pop werden Tierlaute vorgestellt wie das Miau der Katze und das Muh der Kuh. „Fraka-kaka-kaka-kaka-kow“ lautet ein Vorschlag des Refrains. Dazu tanzen Ylvis und andere verkleidete Tiergestalten, als wären sie mindestens so bekifft wie der Doppelgänger von Milky Chance.

Der sympathisch-bescheuerte Clip hat die Brüder Bård und Vegard Ylvisåker zu internationalen Berühmtheiten gemacht. Sogar in US-Talkshows traten die Entertainer aus Bergen auf. Dabei war „The Fox“ lediglich als Werbetrailer für ihre TV-Show „Heute Abend mit Ylvis“ gedacht. Ihre Scherze mit versteckter Kamera wollen regelmäßig 500 000 Norweger sehen, was für ein Land mit fünf Millionen Einwohnern eine bessere Quote ist als die von „Wetten, dass ..?“ in Deutschland.

Für Ylvis kam der Erfolg völlig überraschend. „Als wir das Video zehn Leuten in einer Vorabversion vorgespielt haben, hat nicht einer gelacht“, sagt Bård Ylvisåker (31), der mit seinem drei Jahre älteren Bruder für das Netz schon reichlich lustigen Blödsinn gemacht hat. In „Stonehenge“ fragte das Duo, was es mit dem gleichnamigen Bauwerk im Süden Englands auf sich habe. Sei es etwa ein Geburtstagskuchen oder ein Gefängnis, aus dem man leicht fliehen könne.

Die Frage ist einfacher zu beantworten als die, wie denn der Fuchs macht. Die norwegische Tageszeitung „Verdens Gang“ befragte eigens eine Fuchsforscherin. So richtig überzeugt hat sie keiner der Vorschläge von Ylvis. Allenfalls das „Joff-tchoff-tchoffo-tchoffo-tchoff“ klinge ein bisschen wie ein echter Fuchs.

Von Matthias Lohr

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