Fünf Gründe, sich auf den „Tatort“ nach der Sommerpause zu freuen

Im Luzerner „Tatort“ geht es diesmal um Selbstjustiz: Die neue kriminaltechnische Leiterin Corinna Haas (Fabienne Hadorn, von links) mit den Kommissaren Liz Ritschard (Delia Mayer) und Reto Flückiger (Stefan Gubser). Foto: ard

Nach zwei Monaten Sommerpause kehrt der „Tatort" auf den Bildschirm zurück. Zum Auftakt ermitteln am Sonntag die Schweizer. Fünf Gründe, warum man sich freuen kann auf die neue Saison.

1) DIE ERSTE FOLGE 

Die aktuelle Folge „Ihr werdet gerichtet“ (Sonntag, 20.15 Uhr, ARD), in der die Luzerner Ermittler Reto Flückiger und Liz Ritschard es mit einem Serienkiller zu tun haben, der auf grausige Weise Selbstjustiz übt, punktet aus zwei Gründen. Der eine heißt Antoine Monot jr., der eine eindrucksvolle schauspielerische Leistung abliefert.

Das hat er früher schon in Kinofilmen wie „Absolute Giganten“ und im Bremer „Tatort“ als Lover von Kommissarin Inga Lürsen getan. Viele kennen Monot indes vor allem als „Tech-Nick“, dem Verkäufer aus der Werbung der Elektronikkette Saturn. Der andere Grund, der für den Fall aus der Schweiz spricht, ist die Hochspannung, die die von Florian Froschmayer inszenierte Folge konsequent hält.

2) TWITTERN 

Im Zeitalter von Mediatheken und Netflix erzeugt das TV kaum noch ein Zusammengehörigkeitsgefühl. Heute streamt jeder, was und wann er will. Nur zum „Tatort“ versammelt sich die Nation noch vor dem Fernseh-Lagerfeuer. Das sieht man etwa daran, dass über kein anderes Format so viel getwittert wird wie über den Sonntagabendkrimi.

Gerade haben Statistiker der Firma Mediacom Science die Inhalte des Kurznachrichtendienstes aus der vergangenen Saison ausgewertet. Das Ergebnis: Die meisten Tweets, nämlich 23.022, wurden über den Frankfurter Fall „Im Schmerz geboren“ mit Ulrich Tukur verschickt - und zwar von 7557 Nutzern. Dahinter landeten der neue Franken-„Tatort“ (20.394 Tweets, 4450 Nutzer) und die Leipziger Folge „Niedere Instinkte“ (16.868 Tweets, 3817 Nutzer), mit der sich Simone Thomalla und Martin Wuttke verabschiedeten.

3) HITZIGE DEBATTEN 

Die Münsteraner Publikumslieblinge landeten in der Twitter-Statistik nur auf Rang 14. Thiel und Boerne fahren zwar regelmäßig Rekordquoten ein, für Gesprächsstoff sorgen sie aber nicht. Ganz anders als etwa der NDR-„Tatort“ am 11. Oktober mit Wotan Wilke Möhring als Bundespolizist Thorsten Falke. Die Folge „Verbrannt“ ist an den realen Fall Oury Jalloh angelehnt. Der Asylbewerber aus Sierra Leone starb 2005 bei einem Brand in einer Dessauer Polizeizelle. Heute ist seine Geschichte aktueller denn je. Darum zeigt ihn der NDR am 30. September vorab schon in 160 Kinos.

4) DER DOPPELTE SCHWEIGER 

Til Schweiger ist nicht nur Flüchtlingshelfer, sondern Deutschlands polarisierendster Schauspieler. Auch sein dritter Einsatz als Nick Tschiller wird kein normaler „Tatort“, sondern eine Doppelfolge. In „Schwarzer Ritter“ (22. November) und „Fegefeuer“ (29. November) bekommt es der Hamburger Ermittler wieder mit arabischen Clans zu tun. Auch Helene Fischer spielt mit, der NDR verspricht aber, dass sie diesmal nicht singt.

5) DER DOPPELTE TUKUR 

Schon mit „Im Schmerz geboren“, einer Gewaltorgie mit Shakespeare-Zitaten, setzte Ulrich Tukur Maßstäbe. Nun jagt sein hessischer LKA-Mann Felix Murot in „Wer bin ich?“ (27. Dezember) den echten Ulrich Tukur, der unter Mordverdacht steht. Auch Kommissare wie Wolfram Koch (Frankfurt) und Martin Wuttke (Leipzig) sind zu sehen. Beim „Tatort“ spielt der Hessische Rundfunk weiter in der Champions League.

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