Fünf Kasseler Studierende beim Branchentreff auf der Berlinale

Berlin/Kassel. Die Kasseler Kunsthochschule ist auf der Berlinale gut vertreten. Fünf Studierende können dort ihre Filme zeigen - auf der Fachmesse European Film Market (EFM).

Mit der Initiative „Hessen Talents“ bringt die hessische Film- und Medienakademie (hFMA) schon zum fünften Mal Filme aus den hessischen Hochschulen aufs Festival und will Studenten ermöglichen, vor Ort mit Entscheidern der Branche in Kontakt zu kommen. Die Studierenden erhoffen sich etwa Unterstützer für zukünftige Projekte. Beim EFM ist ausschließlich akkreditiertes Fachpublikum zugelassen. Fünf der 18 Kurzfilme stammen aus der Kasseler Nachwuchsschmiede. Es sind ganz unterschiedliche Arbeiten - von Spielfilm über Trick bis Experiment.

Hier geht es zum Trailer.

Jan Riesenbeck hat vier Jahre an seinem ausufernden und witzigen Experimentalfilm „Sechster Sinn, drittes Auge, zweites Gesicht“ gearbeitet und dafür im November den Goldenen Herkules beim Kasseler Dokumentarfilm- und Videofest gewonnen. Er erzählt von der Suche nach Lebenssinn - unter anderem mit dem Versuch, durch Herausreißen des Kuckucks aus einer Kuckucksuhr die Zeit anzuhalten.

Hendrik Schmitt stellt „Ferngesteuert“ vor, einen souverän komponierten Film über einen Heranwachsenden, der wegen einer Gewalttat bei der Psychologin sitzt. Schritt für Schritt enthüllen sich die wahren Zusammenhänge seiner Tat.

Düster wird es bei Matthias Krumrey. In „Salzwasser“ erzählt er in knalliger Videoclip-Optik von einem Mädchen mit Lippenpiercing, das weder ein noch aus weiß und sich in seinem Leben wie ein Schiffbrüchiger fühlt. Animationsfilme sind „Iki - bis bald“ von Florian Maulbach, der grafisch von einer Fahrradtour bis nach Litauen erzählt, und „Happy Life“ von Sun&Egg.

Dahinter verbergen sich die Trickfilmer Xin Sun und Yun Li, die ihre Figur Egg vorstellen, die eines nachts im Bett ein Ei findet, das sie erschreckenderweise womöglich selbst gelegt hat.

Und es geht sicher allen so, wie Hendrik Schmitt es formuliert: „Ich möchte, dass die Leute meine Arbeit sehen, und erkennen, dass ich Talent habe.“

Die hFMA hat Filmausschnitte und Interviews in einem Trailer zusammengestellt, der einen lebendigen Eindruck vom Kasseler Nachwuchs-Filmschaffen vermittelt.

Von Bettina Fraschke

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