Die Praktikanten des Staatstheaters spielten auf: Furioses Finale der Kammerkonzerte

Die Praktikanten des Staatstheaters spielten auf: Furioses Finale der Kammerkonzerte

Der Nachwuchs dreht auf: Fan Yang (Cello, von links), Frank Ilzig (Viola), Yuka Inoue (Kontrabass), Raoul Nies (Schlagzeug), Alexander Wegelin (Cello) und vorn rechts Yvonne Zoeke (Viola). Foto:  Malmus

Kassel. Die zehn Praktikanten der Orchesterakademie des Staatstheaters gaben am Montagabend mit dem elften Kammerkonzert dieser Saison einen furiosen und vielseitigen Schlussakkord dieser verdienstvollen Reihe.

Es sind Anja Czak, Maciej Chodziakiewicz und Yukiko Mori (Violine), Frank Ilzig und Yvonne Zoeke (Viola), Alexander Wegelin und Fan Yang (Cello), Yuka Inoue (Kontrabass), Paola Rodilla Martínez (Horn) und Raoul Johannes Nies (Schlagzeug). Als Teil ihrer Ausbildung im Orchester hatten die Musiker, die aus sechs Ländern stammen, das Programm des Abends zusammengestellt und einstudiert, wobei ihnen ein außergewöhnlich farbiger Querschnitt durch die Musikgeschichte von Palestrina bis in die Gegenwart gelungen war.

Ganz am Ende stand mit dem furios gespielten Klavierquintett A-Dur von Antonín Dvorák ein Klassiker der Kammermusik. Mit vollem Einsatz und viel Mut zur großen Geste traten die fünf auf und lockten damit einen spendablen Schlussapplaus der siebzig Zuhörer heraus. Zuvor aber gab es Raritäten wie Gioacchino Rossinis virtuoses Duo für Cello (Alexander Wegelin) und Kontrabass (Yuka Inoue), das nur so funkelte und blitzte.

Zusammen mit Rüdiger Pawassar, einem der Schlagzeuger des Orchesters, spielte Raoul Nies dann drei Duos für Vibrafon und Marimbafon, originelle Stückchen von berstender Musikalität, gut aufgenommen von den beiden Männern mit den Schlegeln. Der Praktikant durfte dann noch mit Elliott Carters Marsch für Pauken ganz allein zeigen, was er draufhat.

Zurück in die Klassik dann mit Mozart: Das wegen seiner Besetzung für Violine, zwei Bratschen, Cello und Horn selten zu hörende Quintett KV 407 entpuppte sich als eine echt mozartsche Preziose. Die spanische Hornistin Paola Rodilla Martínez glänzte, gut eingebettet in die Streicher, durch einen warmen Ton und saubere Läufe. Am Klavier gab Xin Tan, der chinesische Repetitor des Theaters, die Schlagzahl vor.

Von Johannes Mundry

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