Die Formation The Baseballs eröffnete den Baunataler Herbstpalast mit einer schmissigen Show

Furiose Rock-’n’-Roll-Party

Coole Rock-’n’-Roll-Posen: Sebastian Raetzel (von links), Sven Budja und Rüdiger Brans als The Baseballs beim Auftritt im Baunataler Herbstpalast. Foto:  Fischer

Baunatal. Der Rock ’n’ Roll ist wieder da. Am Freitag zur Eröffnung des Baunataler Herbstpalastes in der gefüllten Stadthalle jedenfalls war er präsent wie zu seinen besten Zeiten. The Baseballs, drei agile Sänger mit Rock-’n’-Roll-Motorik machten es möglich - und ihre großartige Band.

Effektvoll schon der Auftakt – eine kleine Inszenierung in Sachen Rock-’n’-Roll-Mythos: Cool und lässig stehen die drei auf der Bühne, tragen blaue Jeans und schwarze Lederjacken. Die Haartolle mit Gel gestärkt, den Blick auf Macho geeicht, die Oberschenkel zucken beim Singen. Das Publikum jubelte. Sogar Kreischen war zu vernehmen.

Was folgte, war Party total. Denn Sebastian Raetzel aus Magdeburg alias „Basti“, Rüdiger Brans aus Rheine alias „Digger“ und Sven Budja aus Reutlingen alias „Sam“ haben nicht nur den Rock ’n’ Roll im Blut und gut geschmierte Stimmbänder, sie sind auch gute Animateure: „Die Arme in die Höhe. Mitsingen. Jetzt in die Hocke gehen beim King-Kong-Dance.“ Was Rock ’n’ Roll mit dem Riesenaffen zu tun hat, blieb zwar unklar, aber der Spaßfaktor stimmte. Das Publikum war dabei.

Auch, weil die drei eine mitreißende Bühnenshow servierten und zwischen echter Leidenschaft und Persiflage gelungen pendelten. Die ganz großen Hits der Rock-’n’-Roll-Ära fehlten zwar, aber schon der Rhythmus und Sound dieser Musik reißen ja mit. Erst recht bei diesen Jungs, die neben Coverversionen auch Stücke ihres Albums „Game Day Live“ brachten. Ebenso kleine Ausflüge in die Popgeschichte, etwa „Bad“ von Michael Jackson. Ein junger Mann aus dem Publikum durfte dafür die Bühne erklimmen. Die Vorgabe: „Wir singen hoch, du höher.“ Ging zwar in die Hose, aber alle hatten ihren Spaß.

Bei dieser Stimmung war es keine Überraschung, dass nach der offiziell letzten Nummer noch lange nicht Schluss war. Im Zugabenteil sorgte die Band per Pyrotechnik noch für einen tollen Effekt: Der obere Teil des Klaviers stand in Flammen.

Von Steve Kuberczyk-Stein

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