Gänsehaut mit Freddie: „One Night Of Queen“ in der Kasseler Stadthalle

Die gleichen Posen wie Freddie Mercury: Gary Mullen begeisterte mit seiner Band und der Show „One Night Of Queen“ in der Kasseler Stadthalle. Foto: Fischer

Kassel. Ein tiefer, brummender Ton schwillt an, wird lauter und lauter. Ein krachendes Schlagzeug setzt ein, eine verzerrte E-Gitarre folgt und ein Mann, dessen exzessive Körpersprache sofort klarmacht, wen er auf dieser Bühne verkörpert: Freddie Mercury.

Er sieht aus wie Mercury, den legendären, 1991 verstorbenen Sänger der Kultband Queen. Toupet und angeklebter Schnauzbart machen es möglich. Er bewegt sich wie Mercury, aber vor allem – er singt wie Mercury. Der Schotte Gary Mullen.

Endlich einer aus der Serie von Kopien, der das Original auch stimmlich verkörpern kann, die aggressiven wie auch sanften Facetten beherrscht, und das so gut, dass man eine Inkarnation Mercurys zu erleben meint. Die Queen-Show „One Night Of Queen“ rockte am Freitag die gut gefüllte Stadthalle. „The Works“ heißt die Band, die Mullen begleitet. Sie machte ihre Sache gut – nicht so überragend wie Mullen. Auch die Abmischung war nicht optimal – Bass und Keyboard kamen zu leise, die Gitarre zu laut. Aber gut genug, um zusammen mit der wirbelnden Mercury-Kopie für ein Konzert zu sorgen, das Erinnerungen an reale Queen-Auftritte wachrief.

Mit Hits wie „Bohemian Rhapsody“, „Radio Gaga“, „We Will Rock You“ oder „Another One Bites The Dust“. Wen interessierte da schon, dass die Musik von Queen eigentlich wesentlich differenzierter klang, keine pure Rock’n’Roll-Show war. Schon nach drei, vier Stücken, zum Auftakt gab es „Tie Your Mother Down“, gefolgt von „Somebody To Love“, hielt es die meisten Besucher nicht mehr auf den Plätzen. Mullens alias Freddy sang schon jetzt mit freiem Oberkörper. Die Stimmung war bestens.

Gänsehaut-Momente gab es noch dazu: „Love Of My Life“ –nur Mullen zur akustischen Gitarre –- Hunderte Besucher sangen mit. Zum Abschied: „We Will Rock You“ und „We Are The Champions“ - nach Hause gehen aber wollte niemand.

Von Steve Kuberczyk-Stein

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