Das Ensemble ajar feiert Premiere mit „Wer Du Ich“ im Kulturhaus Dock 4

Der Gang des Lebens

Erforschung des jungen Lebens: Mit einer experimentellen Spielweise in Kombination von Videoinstallationen setzte sich das Theaterensemble ajar auf der Bühne mit grundlegenden Sinnfragen auseinander. Foto: Malmus

Kassel. Die Suche nach der eigenen Person ist beinahe so alt wie die Menschheit selber - Selbsterkenntnis die wohl brennendste Frage eines ganzen Lebens. Das Ensemble ajar des thearte hat sich unter der Leitung von Brigitte Sturm-Schott mit der Frage nach der eigenen Person auseinander gesetzt.

Am Freitag feierte die fünfköpfige Truppe mit Catarina Brandschau, Florian Jablonski, Alice Moallemy, Konrad Sandrock und Jule Taher mit dem Stück „Wer Du Ich“ im Kulturhaus Premiere.

Die Schauspielgruppe beeindruckte mit ihrer experimentellen Spielweise in Kombination mit Videoinstallationen von Zenon Kristen und zeigten ein Stück mit Tiefgang.

Das noch ungeborene Leben wird per Ultraschall bis in die Organe untersucht. Auf der Leinwand wird das Publikum Zeuge dieser Erforschung des jungen Lebens. Gleichzeitig wird ein Gefühl davon vermittelt, welche Einflüsse von außen auf den Embryo einströmen.

Laufen und sprechen lernen, sich Dinge zu eigen machen und den eigenen Raum abstecken sind die ersten Schritte im Leben, die von den Schauspielern eindrucksvoll dargestellt werden.

In Variationen setzen sie sich dann mit dem Thema „ich möchte ein solcher werden, wie einmal ein anderer gewesen ist“ auseinander. Welchen Einfluss haben die Medien auf unsere Person? Welche Rollen spielen unsere Erfahrungen?

Fragen, die sich in unserer heutigen Zeit aufdrängen. Von der Gruppe werden diese Aspekte aufgegriffen und ergreifend bearbeitet, ohne eine Antwort zu geben. Tief bewegt wird das Publikum zurückgelassen und dem Ensemble bleibt die Freude über eine wirklich gelungene Inszenierung.

Von Kirsten Ammermüller

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