Wie in ganz alten Zeiten: Wolf Maahn im Schlachthof

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Immer noch der Alte: Wolf Maahn.

Kassel. Mit Liedern wie „Rosen im Asphalt“, „Ich warte auf Dich“ und dem Album „Irgendwo in Deutschland“, das sich neun Monate in den Top 75 der LP-Hitparade hielt, feierte Wolf Maahn Riesenerfolge. Das war Mitte der 80er, ist also ein paar Jahrzehnte her. Für seine Fans ist die Zeit stehen geblieben.

Den Eindruck hatte man zumindest am Donnerstag im Schlachthof: keine Bestuhlung, trotzdem brechend volles Haus. Eine Stimmung zum Feiern, in Erinnerungen schwelgen und Mitsingen.

58 Jahre alt ist der in Berlin geborene Sänger, Schauspieler und Songwriter. Verändert hat er sich wenig. Die gleiche Frisur, das Stirnband, die typische Art zu singen, den sanften Rebellen zu geben – alles wie gehabt. Ein paar Falten im Gesicht, ansonsten sieht Maahn aus, wie man ihn kennt.

Seine aktuelle Single heißt wie seine Tour: „Lieder vom Rand der Galaxis“. Einen Mond hat er auf die Bühne gehängt. Zumindest assoziiert man die runde Scheibe, die beständig in verschiedenen Farben aufleuchtet, damit. Auf eine Begleitband hat Maahn verzichtet. Er und seine Gitarren – das war’s und das reichte, kam gut. Da seine Stücke nicht nur Melodie, sondern auch Rhythmus haben, verbreiten sie mehr als nur Lagerfeuerstimmung. Lieder wie „Ich warte auf Dich“, „Total verliebt in Dich“ oder „Am heutigen Morgen“ mal schnell dahingesungen? Mitnichten. In jedes Stück, in jede Zeile, in jede Melodie stürzte sich Maahn, als empfinde er sie zum ersten oder letzten Mal.

Schweißtreibender Einsatz, authentische Ausstrahlung, lockerer Umgangston. Er meint und fühlt, was er singt. Das Publikum sang gern mit. Fazit eines Besuchers: „Der hat es aber immer noch voll drauf.“ Riesenapplaus.

Von Steve Kuberczyk-Stein

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