Das Kasseler Quartett Catch As Catch Can gibt es erst seit Juni – trotzdem gewann es gleich den Bandcontest

Garagenrock aus der Scheune

Überzeugen mit einem rauen Sound und guter Laune: Peter Hofmann (von links, Gitarre), Justin Hofmann (Bass), Patrick Pietsch (Schlagzeug) und Jonathan Hohmann (Gitarre, Gesang) sind die Kasseler Rockband Catch As Catch Can. Foto: nh

Kassel. Die vier Musiker von Catch As Catch Can waren selbst überrascht, wie gut ihr Garagenrock klang, als sie vor wenigen Wochen beim Bandcontest im K 19 auf der Bühne standen. Bis dahin hatten Peter Hofmann (19, Gitarre), Jonathan Hohmann (19, Gitarre, Gesang), Justin Hofmann (25, Bass) und Patrick Pietsch (23, Schlagzeug) ausschließlich in einer Scheune im Fuldataler Ortsteil Wilhelmshausen geprobt.

Ihr erstes Demo hatten sie dort mit nur einer Tonspur aufgenommen. Im Herbst wurde es in dem zugigen Anbau zudem so kalt, dass die Finger schmerzten. Beim Bandcontest des Rockbüros konnten Catch As Catch Can jedoch über satte Verstärker spielen. Ihre Songs klangen

immer noch rau, aber eben auch so gut, dass sie den Wettbewerb gewannen. Dabei gibt es die Band in dieser Konstellation erst seit Juni.

Mittlerweile proben die Studenten nicht mehr in der Scheune, sondern im Bandhouse des Musikfördervereins hinter dem Club Spot. Manchmal erinnert ihr Garagenrock an den Surf-Sound der Sechziger. „Wir versuchen aber, was Eigenes zu machen“, sagt Bassist Justin Hofmann. Auch die Gitarristen heißen Hofmann und Hohmann, trotzdem haben sie sich nicht The Hofmanns oder Hohmanns genannt. Catch As Catch Can ist vielmehr eine Spielart des Kampfsports Wrestling.

Ihren 300-Euro-Gutschein für das Musikgeschäft Farm-Sound, den es für den Bandcontest-Triumph gab, hatten die Musiker zuletzt immer noch nicht eingelöst. Ihr Equipment sei so schlecht, dass sie gar nicht wüssten, was sie zuerst kaufen sollten, scherzen sie. Es könnte sein, dass Catch As Catch Can bald noch besser klingen.

www.catchascatchcan.bandcamp.com

Von Matthias Lohr

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