Geheimtipp im Kulturzelt: Das Folk-Pop-Duo Lola Marsh aus Tel Aviv

Sie sind Lola Marsh: Sängerin Yael Shoshana Cohen und Multiinstrumentalist Gila Landau. Foto: nh

Das Folk-Pop-Duo Lola Marsh hat nicht mal ein richtiges Album veröffentlicht, doch Musik-Blogger feiern die Israelis schon als das nächste große Ding. Nun gastieren sie im Kulturzelt Kassel.

Yael Shoshana Cohen brauchte nicht einmal zehn Sekunden, um die Juroren der Castingshow „The Voice of Israel“ zu überzeugen. Vor vier Jahren coverte die Sängerin aus Tel Aviv in dem TV-Format Lana del Reys „Video Games“. Ihre Version war noch berührender als das Original.

Bei Youtube, wo man sich den Auftritt anschauen kann, schrieb jemand: „Ich möchte, dass sie mich in den Schlaf singt.“ Ähnlich enthusiastisch sind auch die Reaktionen auf Cohens Band Lola Marsh, die sie 2013 mit dem Multiinstrumentalisten Gila Landau gegründet hat. Das Duo, das live als Quintett auftritt, hat nicht einmal ein richtiges Album veröffentlicht, sondern nur eine vier Songs umfassende EP. Trotzdem feierten Musik-Blogger Lola Marsh schon im vorigen Jahr als heißesten Newcomer für 2016.

Der hymnische und aufwändig arrangierte Folk-Pop klingt wie der Soundtrack zu einem süßen Traum. Man kann ihn sich auch gut in einem Kino-Hit von Quentin Tarantino vorstellen. Tatsächlich haben sich Lola Marsh von Filmen beeinflussen lassen - in erster Linie von Western und Werken von Wes Anderson, wie sie in einem Interview sagten.

Für den US-Action-Thriller „Criminal“ mit Kevin Costner und Gary Oldman haben sie einen Song zum Soundtrack beigesteuert. Cohen könnte auch als Double von Penélope Cruz durchgehen - sie sieht der spanischen Schauspielerin frappierend ähnlich.

In Kassel treten Lola Marsh am 17. August im Doppelkonzert mit der aus der Oberpfalz stammenden Singer/Songwriterin Phela und deren Berliner Kollegen Tex auf. Wahrscheinlich ist es eine der letzten Gelegenheiten, die Band zu erleben, bevor sie auf noch größere Bühnen wechselt.

Schon jetzt wurde ihr Gute-Laune-Hit „You’re Mine“ beim Streamingdienst Spotify fast sechs Millionen Mal abgespielt. Zur Musik von Lola Marsh kann man übrigens nicht nur prima einschlafen und träumen, sondern auch tanzen. Das zeitgenössische US-Tanzduo Keone and Mari hat gerade eine wunderbare Choreografie zu „You’re Mine“ ins Netz gestellt. Schon nach zehn Sekunden ist man hin und weg.

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