Tolle Stimmung beim CD-Release-Konzert von Steppin’ Out im Schlachthof

Ab geht’s wie die Eisenbahn

Von links Rolf Denecke (Bass), Hugo W. Scholz (Gesang, Saxophon, Harp), Marcus Wickel (Drums) und Frank Pecher (Gitarre). Foto: Malmus

Kassel. Dass manchmal weniger auch mehr bedeuten kann, bewies Donnerstagabend Marcus Wickel, der Drummer der Steppin’ Out Blues Band bei dem CD-Release-Konzert seiner Band im Kulturzentrum Schlachthof. Bei einem Schlagzeugsolo beschränkte sich Wickel allein auf eine Snaredrum und verzichtete auf den Rest seines Drumset. Dabei zeigte er, welch mitreißende Beats und ausgeklügelte Effekte aus dieser Beschränkung entstehen können.

Für eine aufgelockerte Atmosphäre sorgte Hugo W. Scholz mit seinen kurzen Ansagen: Wobei ihm sicherlich sein Status als Kasseler Local Hero zugutekam - indem er ins Kasseläner Platt verfiel.

Den Höhepunkt erreichte die Stimmung im gut gefüllten Schlachthof, als Scholz seinen Gesang bei einem Solotitel mit der Mundharmonika begleitete und dabei eine Eisenbahn imitierte. Doch auch im übrigen Programm, das Elemente des Jazz, Soul mit unterschiedlichen Bluesstilistiken verband, überzeugte der Dozent der Universität Kassel mit stilsicherem und facettenreichem Bluesgesang.

Häufig setzte er seine virtuosen Fähigkeiten am Saxofon und der Mundharmonika als Steigerungsmittel ein. Frank Pecher an der Gitarre und Rolf Denecke am Kontrabass machten mit fetzigen Gitarrenakkorden und markanten Basslinien den mitreißenden Bandklang perfekt.

Kein Wunder also, dass kaum ein Zuhörer bei diesem geballten Groove ruhig auf den Beinen stehen konnte. Das Publikum feierte die Band für eine bunte Mischung aus Coverversionen und Eigenkompositionen.

Steppin’ out: CD „Live & Unplugged“. Bei Scheibenbeißer, Ton Art und Eichler.

Von Sebastian Krämer

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