Gekonnt durch die Stile gedribbelt: Das Posaunenquartett Silde Connection

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Slide Connection im Opernfoyer: Das letzte Kammerkonzert vor der Sommerpause bestritten (von links) Andreas Schütz, Detlef Landeck, Christoph Baader und Christoph Schrietter. Foto: Fischer

Kassel. Beim letzten Kammerkonzert des Staatstheaters vor der Sommerpause spielten Khedira und Schweinsteiger in einer Mannschaft. So launig erläuterte Detlef Landeck das Crossover-Projekt im Opernfoyer. Unterschiedliche Spielertypen waren aufgestellt, und zwar Musiker aus Jazz und Klassik.

Zwei Bands dribbelten durch die Stile: das bekannte Posaunen-Quartett Slide Connection mit den Jazzern Landeck und Andreas Schütz sowie den Staatsorchester-Musikern Christoph Baader und Christoph Schrietter. Und als neues Ensemble Sounds of Change mit Landeck und Baader sowie Sabine Roppel (Gesang) und Donato Deliano (Klavier).

Da alle Grenzen fließend waren, mischten sich auch die beiden Gruppen. Vom Duo und bis zum Sextett reichte die Besetzung mit eigenen Arrangements und Improvisationen bei einer Melange von John Dowland über Händel und Louis Armstrong bis zu Sting.

Viel hatte man sich einfallen lassen. Altenglisches wurde behutsam modernisiert, dann wieder lenkte Baader den Schall bei einem tollen Effekt in den Flügel, ein anderes Mal kamen die Posaunenklänge von verschiedenen Stellen des Raums.

Wandlungsfähig - lautmalerisch, bluesig, barock - agierte Sabine Roppel. Meisterhaft spielte Donato Deliano. Und einmal trat der Tormann zum Elfmeter an, wie Landeck scherzte: Christoph Schrietter, Bassposaunist im Staatsorchester, glänzte mit Pianistin Stefanie Bießecker in Eugène Bozzas ausnotiertem Stück „New Orleans“.

Nach dem kess-temporeichen Lehár-Schmankerl „Dein ist mein ganzes Herz“ erklatschten sich die 130 Gäste eine schwedische Zugabe. Die war bewusst gewählt, denn im August wird die Slide Connection mit der schwedischen Posaunengröße Nils Landgren beim Festival „Jazz goes Föhr“ auftreten.

Von Georg Pepl

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