Generationswechsel beim Festival auf Burg Herzberg

Bad Hersfeld/Alsfeld. Die vier Tage vom 14. bis zum 17. Juli 2011 werden in die Geschichte des seit 1968 stattfindenden Burg Herzberg Festivals eingehen, denn es wurde ein Generationswechsel vollzogen.

Nun sind Bands wie Marillion, die einen, wohlwollend ausgedrückt, reichlich spannungsarmen Auftritt ablieferten, oder Motorpsycho, die das Festival bei Vollmond mit einem sehr atmosphärischen Konzert einleiteten, gemessen an Gruppen wie Eloy und Magma, die ansonsten auf dem Hippie-Fest spielen, vergleichsweise auch noch junge Bands.

Hippiefestival auf Burg Herzberg

Freak City © HNA/Ditzel
Junge Alt-Rocker aus Skandinavien - Graveyard © HNA/Ditzel
Axel Sjöberg - Graveyard © HNA/Ditzel
Joakim Nilson- Graveyard © HNA/Ditzel
Rikard Edlund - Graveyard © HNA/Ditzel
Jonatan Ramm - Graveyard © HNA/Ditzel
Ein Graveyard-Fan © HNA/Ditzel
Die Cocktail-Mix-Crew beim Kartenspiel © HNA/Ditzel
Steigerung ... mit zwei Sticks © HNA/Ditzel
I'd like to move it ... move it © HNA/Ditzel
Die Klasse von 2011 © HNA/Ditzel
eim Soundcheck © HNA/Ditzel
Asaf Avidan kam, sang und siegte © HNA/Ditzel
Hadas Kleinman (Mojos) © HNA/Ditzel
In der Freak-Stadt © HNA/Ditzel
Die Musik ist zu laut © HNA/Ditzel
Magma-Fans © HNA/Ditzel
Helge Schneider und Pete York © HNA/Ditzel
Helge © HNA/Ditzel
Jugend trainiert für Burg Herzberg © HNA/Ditzel
Lava 303 (backstage) © HNA/Ditzel
Hoch über dem Festival-Gelände: Lava 303 © HNA/Ditzel
Lava 303 und Jürgen Freiherr von Dörnberg - der Burgherr © HNA/Ditzel
"The Goddess" in der Burgkapelle © HNA/Ditzel
Walter, der Vortänzer © HNA/Ditzel
Tierische Freunde © HNA/Ditzel
Ian Mosley - Drummer (Marillion) © HNA/Ditzel
Pete Trewavas - Marillion © HNA/Ditzel
Steve Hogarth (Marillion) © HNA/Ditzel
Steve Hogarth (Marillion) © HNA/Ditzel
Steve Hogarth (Marillion) © HNA/Ditzel
Steve Hogarth, genannt H - (Marillion) © HNA/Ditzel
Walter Trout, rechts, und seine Band © HNA/Ditzel
Das Trout'sche Bluespaket von vorne © HNA/Ditzel
Walter Trout © HNA/Ditzel
Pause © HNA/Ditzel
Pausenvergnügen © HNA/Ditzel
Relax © HNA/Ditzel
Abendstimmung © HNA/Ditzel
Der Moderator © HNA/Ditzel
Privatleben © HNA/Ditzel
Gäste vom Planeten Kobaia: Magma © HNA/Ditzel
Der Musikstil nennt sich Zheul, die Sprache ist kobaianisch: Magma © HNA/Ditzel
Von Links: Der Bucher, der Erzähler und der Logistiker © HNA/Ditzel
Zerberus © HNA/Ditzel
Die ganze Welt ist eine Bühne © HNA/Ditzel
Aufbau für Aufbauendes © HNA/Ditzel
Esse lieber indisch © HNA/Ditzel
Vater und Sohn © HNA/Ditzel
Bubbles © HNA/Ditzel
Feli und Kulti und ... © HNA/Ditzel
...seine Positive Force. © HNA/Ditzel
Alle schauen auf seine Kommandos © HNA/Ditzel
Stimmt! © HNA/Ditzel
Noch mal der Helge © HNA/Ditzel
Herzberg bei Nacht  © HNA/Ditzel
Steve Hogarth schleicht sich © HNA/Ditzel
... bis zum nächsten Jahr! © HNA/Ditzel

Doch sie wurden von einer noch jüngeren Garde übertroffen. Von Asaf Avidan & the Mojos zum Beispiel. Mit seinem Auftritt am Freitagabend spielte sich der junge Israeli (30) mit der Falsettstimme in das Herz der (nach Veranstalterangaben) 11.000 Festivalbesucher. Die sangen mit ihm in der untergehenden Sonne den „Reckoning Song“ - ein Moment für die Ewigkeit.

Danach mussten die Franzosen von Magma untergehen. Selbst alte Hippies wollten die seit 1968 in der Kunstsprache Kobaianisch vorgetragenen Lieder nicht mehr hören und verließen in Scharen den Platz vor der Bühne. Dann doch lieber Graveyard. Dier vier jungen Schweden sehen zwar aus wie die Karikatur einer Hardrock-Band der 70er-Jahre, stehen aber musikalisch den Kings of Leon näher als Led Zeppelin.

Krankheitsbedingte Ausfälle wurden gut gelöst: Anstelle von Hardin & York hieß es am Samstagnachmittag Schneider & York. Da Eddie Hardin wegen heftiger Magenschmerzen nicht auftreten konnte, hatte Ex-Spencer Davis Schlagzeuger Pete York kurzerhand seinen Freund Helge Schneider engagiert, der ihn und Sänger Miller Andersen (ebenfalls ex-Spencer Davis) auf einer Hammondorgel zu Klassikern wie „Keep on running“, und „House oft he rising sun“ begleitete.

Für den erkrankten Gregg Allman kam der Bluesgitarrist Walter Trout. Während er Gitarrenkunst zwischen Hendrix und Clapton zur Begeisterung der Altherrenfraktion zelebrierte, spielte über ihm auf der Burg die Überraschung des Festivals, Constanze Maly (Lava 303) mit Genehmigung des Freiherrn von Dörnberg in der Burgkapelle. Für die „Goddess“ (CD-Titel), die Psychedelic-Gitarre mit Techno-Beats mixt, ist es die Vorbereitung für ihren Festivalauftritt – den „Goddess-Dienst“ am Sonntag.

Der Hippie-Nachwuchs nahm ihre Verkündigungen („den ganzen Tag fahr ich herum zum shoppen, die ganze Nacht hab ich Zeit, herum zu poppen“) mit Begeisterung auf. Konnte man zu Lava 303 doch mal richtig tanzen und nicht nur mit dem Kopf nicken. (wd)

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