Schüler des Goethe-Gymnasiums zeigten „Das Zauberlehrling-Experiment“

Genforschung im Blick

Eindringlich: Vorn kniend Leonid Goschko, dann von links Yaren Burgucu, Timo Schäfer und Diana Al Dalqamouni, dahinter von links Emel Altinok, Iman Cherfaoui und Alica Klein sowie hinten von links Haris Dzomba, Norman Richert, Danial Akhawanpur und Okan Aytemuer. Foto: Malmus

KASSEL. „Die ich rief, die Geister, werd’ ich nun nicht los“, heißt es in Goethes Ballade „Der Zauberlehrling“. Der übermütige Titelheld probiert einen Zauberspruch seines Meisters aus und bringt damit eine Entwicklung in Gang, die außer Kontrolle gerät.

Wie aktuell dies ist, zeigte der Kurs Darstellendes Spiel des Abiturientenjahrgangs am Kasseler Goethe-Gymnasium. Anlässlich des 125-jährigen Schulbestehens haben die Schüler unter der Leitung von Julia-Cleo Binnenmarsch die Ballade frei bearbeitet. Das Thema ihrer Szenencollage: Genforschung – Fluch oder Segen?

Der Wissenschaftler Dr. Carl Isenburg (Leonid Goschko) ist der letzte Überlebende einer Katastrophe, die durch den Missbrauch der Gentechnik ausgelöst wurde. Was mit dem Gen-Mais begann, endete mit geklonten Menschen, die die Welt ins Unglück stürzten.

Mit viel Einsatz bespielten die elf Darsteller die Schulaula, unter anderem als Forscher, Bauern, Umweltaktivisten, Spione, Klonsoldaten. Ihre kluge Goethe-Adaption „Das Zauberlehrling-Experiment“ stimmte nachdenklich, hatte aber auch Witz.

So war ein gentechnisch optimiertes Maiskorn eine simple Paprika, und der Name Isenburg spielte auf die Ysenburgstraße an, an der die Schule liegt.

Am lustigsten: der Tanz der Klone zu Michael Jacksons „Thriller“. Nach viel Beifall gab es noch eine Wiederholung des Zombie-Balletts.

Es spielten: Danial Akhawanpur, Diana Al Dalqamouni, Emel Altinok, Okan Aytemuer, Yaren Burgucu, Iman Cherfaoui, Haris Dzomba, Leonid Goschko, Alicia Klein, Norman Richert, Timo Schäfer.

Von Georg Pepl

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.