Geplänkel mit Nilpferd: Bauchredner Sebastian Reich im Theaterstübchen

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Muntere Streitigkeiten: Nilpferd Amanda und Sebastian Reich im Theaterstübchen.

Kassel. Ist sie nicht drollig? Gleichzeitig aber auch launisch wie eine Diva und angriffslustig wie ein Kirmesboxer. Die Rede ist von Amanda, einem weiblichen Nilpferd.

Dass es sich dabei nur um eine Puppe handelt, die der Bauchredner und Comedian Sebastian Reich zum Leben erweckt, vergisst man von der ersten Sekunde an. Der aus Würzburg stammende Künstler, der bereits im Kindesalter seine Bühnenkarriere als Zauberkünstler begann, gastierte am Donnerstag im proppenvollen Theaterstübchen.

„Amanda packt aus“, heißt sein Programm, und dieses Motto sorgte im Publikum, darunter auch Kinder, für größtes Vergnügen. Zunächst wurden Plakate an die Besucher verteilt. Darauf Sprüche wie „Amanda, ich bin dein größter Fan“ oder „Melsungen grüßt Amanda“. Reich hatte zuvor erfragt, „woher Amandas Fans eigentlich kommen“. Spontan hatte er das Plakat an die Besucher aus Melsungen vergeben. Die Aufschriften dienten immer wieder als Anknüpfungspunkte für Gags.

So auch der Spruch „Amanda, ich will ein Kind von dir“. Der Besucher, der es hochhielt, wurde von der Nilpferddamme später permanent als Flirt-Zielscheibe angeschmachtet.

Das Publikum kam aus dem Lachen nicht mehr raus. Es war einfach köstlich, wie der 33-Jährige seine Puppe ins Spiel brachte und dabei eine muntere Verbalschlacht kreierte, die an den Ehekampf eines in die Jahre gekommenen Pärchens erinnerte. Sticheln und sich gegenseitig auf den Arm nehmen waren Trumpf.

Reich gab dabei zumeist den Unterlegenen, wehrte er sich, fixierte ihn seine Amanda und wies ihn in die Schranken: „Dünnes Eis, ganz dünnes Eis, mein Freund.“

Auch andere Puppen brachte Reich auf die Bühne: einen Maulwurf, der sich als Hausmeister ausgab, und einen Esel, der sich für eine Stimmungskanone hielt. Auch diese Puppen waren köstlich unterhaltsam, spielten aber nur Nebenrollen.

Es war eine perfekte Show mit viel Charme und noch mehr Witz. Auch kleine Zauberkunststücke ließ Reich einfließen.

Das Publikum jubelte und bekam noch eine Zugabe.

Von Steve Kuberczyk-Stein

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