Punkband Rise Against: Neue CD und Konzert

Das Ich und die Gesellschaft

The Black Market“ heißt das siebte Album der amerikanischen Punkrocker Rise Against, das direkt auf Platz eins der Deutschen Charts eingestiegen ist. Kommenden Sonntag spielen die Musiker in Eschwege beim Open Flair. Wirklich Überraschendes bietet die Band aus Chicago auf ihrer neuen Platte aber nicht. Aber schon die Vorgänger-Alben wie „Endgame“ oder „The Suffer & The Winess“ lieferten bereits hohes Niveau.

Ihr besonderes Gespür für knackige Gitarrenriffs und eingängige Melodien hat die Band nicht verloren. Auch thematisch bleiben Rise Against ihrer Linie treu. „The Black Market“ prangert Missstände an und setzt sich mit der Gefühlswelt der Bandmitglieder auseinander. Es geht etwa um den Preis, den man als Mensch zahlen muss, um sich seiner selbst bewusst zu sein.

Die Band bezeichnet das Album als ihr persönlichstes. „In den neuen Songs präsentieren wir unsere Gefühle ganz direkt, ungefiltert“, so Sänger Tim McIlrath (35). Das verdeutlicht auch der eingängige Refrain der ersten Single „I Don’t Want To Be Here Anymore“. McIlrath singt vom Gefangensein in der eigenen Situation.

Am deutlichsten ist die Kernaussage des Albums allerdings in der Ballade „People Live Here“ zu vernehmen. Minimalistisch mit Akustikgitarre und Streichern zeichnet die Band eine Welt, die unter verfeindeten Religionen, Kriegen und anderen Grausamkeiten zu leiden hat. An diesem Stück wird deutlich, dass Rise Against musikalisch gewachsen sind. Ihre Klänge sind reifer geworden. Und das gefällt. Rise Against: „The Black Market“ (Universal), Wertung: !!!!:, Rise Against spielen beim Open Flair in Eschwege Sonntagabend auf der Hauptbühne - der Auftritt ist der einzige, den die Band diesen Sommer in Deutschland spielt.

Von Kathrin Meyer

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