Die „Werk-StadtBühne“ lud ins Dock 4 ein

Getanze Themen

Kassel. Choreografien des Augenblicks: Konzepte, die die Richtung vorgeben, nicht aber die Spontaneität des Moments einengen und bunte, skurril gestaltete Bilderwelten bestimmten am Freitagabend das Bühnengeschehen im Dock 4. Die „Werk-StadtBühne“ lud zu einem neuen Projekt ein.

Das Ziel: Jungen Künstlern aus diversen Richtungen eine Bühne für ihre noch im Prozess befindlichen Inspirationen zu geben. Acht Themen, die ihren Ausdruck über Tanz-improvisationen, Schauspiel und Jonglage fanden, standen auf dem Programm. Der Andrang: riesengroß. Fast doppelt so viele Besucher, wie es Sitzplätze gab, waren gekommen.

Das Fundament der Werkstatt-Arbeiten: Inspiration und Bewegung im Spannungsfeld zwischen innerer und äußerer Realität. Ein Jongleur (Lukas Etienne), der zu meditativ zitierten Wahrnehmungen - „Auftreten, Publikum, Erwartung, Anerkennung“ - zeitgleich seine Bälle in Konfigurationen brachte, wurde mit viel Applaus belohnt. Ebenso wie vier schauspielernde Improvisateure, die mit humorvollen Texten Beziehungsmuster auf die Schippe nahmen.

Bunt und skurril mutete die Bilderwelt des „Performance-Projekt 10“ an: Ein Hase mit Megafon, zwei Jungen, die Fußball spielten, eine Sängerin, Tänzer tummelten sich darin und erschufen zwischen abstrakter Realität und Tanzperformance Spielsequenzen, die Wachträumen glichen.

Ausdrucksstark auch die anderen getanzten Facetten des Mediums Körper: Vier Tänzerinnen des Kurses „Neuer Tanz“ (Leitung: Louisa Jacobs) wirbelten über die Bühne, Judith Rozsas tanzte mit viel Leidenschaft ihren „Allnacht-Alltag“, und das „Duo Mystika und Tangiemana“ begab sich als Gruppentanz auf die Reise in orientalische Gefilde. Zum Abschluss des facettenreichen Abends präsentierte sich die moderne Zirkusartistin Natalie Reckert dem begeisterten Publikum mit ihrem „Eierstück“.

Von Steve Kuberczyk-Stein

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