Zu gewinnen gibt es nur Applaus: Die Acoustic Bar im Schlachthof

Lässiger Moderator: Achim Schultz. Foto: Fischer

Kassel. Ein Dauerbrenner im Kulturzentrum Schlachthof ist die Acoustic Bar. Jeden ersten Dienstag im Monat gibt es dort eine offene Bühne. Die spannenden Fragen lauten immer: Wer kommt diesmal, wer bietet etwas dar?

Die Reihe ist Kult, und so war auch die jüngste Acoustic Bar voll gefüllt. Da sich die bewährten Organisatoren und „Acoustic Master“ Jürgen Müller und Carmine Biscosi im Urlaub befanden, übernahm der Kasseler Musiker Achim Schultz die Moderation: ein souverän-lässiger Ersatzmann.

Mit einer Akustikversion des Grunge-Songs „Black Hole Sun“ eröffnet Schultz den Abend, der zweieinhalb Stunden später mit einer witzigen Kollektiv-Darbietung von Britney Spears’ „Baby One More Time“ beschlossen wird. Dazwischen tritt ein Dutzend Teilnehmer auf - junge und ältere, Songpoeten ebenso wie engagierte Leute, die auf ihre Anliegen aufmerksam machen.

Oliver Leuer vom Verein Kulturfabrik Salzmann trägt satirische Lieder über die Geschichte des Industriebau-Denkmals vor, ehe er eine Unterschriftenliste „Rettet Salzmann“ durchgehen lässt. Der Friedensaktivist Hans aus Bad Zwesten studiert mit dem Publikum den beschaulichen Kanon „Bruder Jakob“ ein und versucht es dann mit Schussgeräuschen wachzurütteln.

Richtig gut klingt der ebenfalls aus Bad Zwesten kommende Liedermacher Stefan Kiessling, unter anderem zu hören im Trio mit Tochter Aischa und deren Freundin Elisa. In einem weiteren Höhepunkt sprintet der Weltmusiker Bülent Can an der Langhalslaute durch orientalische Skalen.

Auch am Start: eine allerliebst aufspielende Formation mit dem ironischen Namen „AC/DC-Coverband“ sowie Jürgen und der 21-jährige Dennis, der Kuscheliges singt und in einer Anekdote „Gewitterwolke“ auf „Twitter-folge“ reimt. Ein sehr kurzweiliger Abend. Dabei sein war alles, zu gewinnen gab es nur Applaus. Den bekamen die Musiker reichlich.

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