Ed Helms und Bradley Cooper wurden durch die Komödie „Hangover“ zu Kultstars - Jetzt kommt Teil 2

„Gibt Leute, die den Film hassen“

Ratlos in Bangkok: Ed Helms als Stu (von links), Bradley Cooper als Phil und Zach Galifianakis als Alan. Foto:  Warner

Vor zwei Jahren wurde Todd Phillips Komödie „Hangover“ zum Kult. Darin wacht ein Männer-Trio verkatert im Hotel auf und muss herausfinden, was in der Nacht geschehen ist. Jetzt kommt die Fortsetzung ins Kino. In der derben Komödie „Hangover 2“ stürzen sich Bradley Cooper und Ed Helms erneut in die Untiefen des Alkohol-Exzesses. Nur unter verschärften Bedingungen.

Mr. Cooper, Mr. Helms, hatten Sie mit dem sensationellen Erfolg des ersten „Hangover“-Teiles gerechnet?

Bradley Cooper: Es war eine einzigartige Erfahrung. Unsere Karrieren haben davon sehr profitiert, plötzlich haben sich viele Türen geöffnet.

Ed Helms: Aber auch andere Dinge gehen damit einher. Man verliert seine Anonymität und steht plötzlich im Licht der Öffentlichkeit.

Wie groß war die Erwartung bei Teil zwei?

Cooper: Unsere eigenen Erwartungen waren extrem hoch. Aus keinem anderen Grund wollten wir eine Fortsetzung machen. Wir wollten die extreme Natur und die Komik des ersten Teiles übertreffen. Wir haben die Messlatte noch einmal höher gelegt. Wir halten zwar an der Struktur der ersten Geschichte fest, aber der neue Schauplatz erforderte komplett neue Gags.

Richten sich die „Hangover“-Filme in erster Linie an ein männliches Publikum?

Cooper: Absolut nicht. Alte mexikanische Ladys haben den Film wirklich geliebt.

Helms: Diese Kerle führen sich wie Idioten auf. Damit kann man sich entweder identifizieren oder man fühlt sich an jemanden erinnert.

Bietet Ihnen die Alkohol-Industrie nun Werbeverträge an?

Cooper: Nein. Ich bin mir nicht sicher, ob man uns auf den Postern haben möchte, nach all dem, was uns zustößt.

Wie sahen Ihre Recherchen zum Trinken aus?

Helms: Viele Leute können nachvollziehen, wie es ist, wenn man den Konsum übertreibt und schlechte Entscheidungen trifft. Es ist eine Fantasie, die aufregend sein kann.

Wie entstanden die delikaten Fotos vom Abspann?

Cooper: Wir machen sie während der Dreharbeiten, immer am Ende eines Drehtages. Wir arbeiten als Guerilla-Crew, drei oder vier von uns gehen mit Kamera an Orte des wahren Lebens, die von echten Menschen bevölkert werden. Die Szene, in der Teddy seinen Finger verliert, haben wir in einem Restaurant gedreht, während sich die Leute dort ihrem Abendbrot widmeten. So etwas ist aufregend, weil man vorher nie weiß, was passieren wird.

Hatten Sie während der Dreharbeiten zur Fortsetzung Déjà-vu-Erlebnisse?

Cooper: Ja. Diesmal springt Chow aus einer Eis-Kiste, das hat mich an die Kofferraum-Szene im ersten Teil erinnert. Wenn er mich anspuckt, dann hat er mich übrigens damit überrascht. Man kann an meiner Reaktion sehen, dass es nicht abgesprochen war. Der neue Film ist aber ganz anders als sein Vorgänger. Man kann auch mal durchatmen, und man findet Zeit, eine echte Beziehung zu den Figuren aufzubauen. Deshalb gefällt mir dieser Film besser.

Gab es nach Teil eins Proteste von Vereinigungen, die Alkohol ablehnen?

Helms: Ich bin mir sicher, dass es etliche Leute gibt, die den Film hassen. Vielleicht haben einige davon sogar eine Berechtigung. Aber wenn man sich über so etwas Gedanken macht, wird man nie etwas zustande bringen.

Von André Wesche

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