Facettenreiches Ensemble-Konzert: Vier Bands der Universität lockten ins Institut für Musik

Da ging richtig die Post ab

Das Blechbläserensemble mit (von links) Katharina Moos (Euphonium), Nils Graumann (Susafon), Gerhard Schott (Trompete), Vera Udally (Horn), Benjamin Lösch (Trompete), Saskia Erfurth (Trompete), Veit Wörsdörfer (Posaune) und Johanna Sitte (Euphonium). Foto: Malmus

Kassel. Vier Gruppen des Fachbereichs Musik der Universität Kassel zeigten am Donnerstagabend dem zahlreich erschienenen Publikum, was sie vornehmlich im vergangenen Semester gelernt hatten - und boten damit ein abwechslungsreiches Zwei-Stunden-Programm. Den Anfang machte das achtköpfige Blechbläser-Ensemble von Tobias Geißmann, das auch ohne seinen abwesenden Leiter mit drei Stücken trotz einiger Wackler bei den Trompeten zu gefallen wusste. Neben dem Hochzeitslied von Edvard Grieg wurde das moderne „Stomping“ geblasen, rhythmisch ergänzt durch Fußstampfen.

Es folgte das junge und schon preisgekrönte Pop-Rock-Jazz-Trio Joern and the Michaels mit drei einfallsreich arrangierten Eigenkompositionen. Sie spielten sich schon mal für ihren längeren Auftritt am nächsten Abend warm. Auch hier wohlverdienter Applaus für die netten Jungs.

Programmpunkt Nummer drei war die Streetband von Dozent German Marstatt. Die neun Bläser und Trommler hatten den Schwerpunkt auf osteuropäische Kompositionen gelegt, sodass selbst ein 5/4-Takt aufgrund souveräner Interpretation flüssig und mitreißend präsentiert wurde. Beim einzigen Vokaltitel des Abends, „Summertime“, wagte die Flötistin, ohne Mikrofon gegen ihre Band anzusingen - das funktionierte leider nur eingeschränkt. Trotzdem äußerst positive Publikumsresonanz.

Den Abschluss bildete die 22-köpfige Bigband unter Leitung von Kerstin Röhn. Hier gab es die volle Bläser-Power plus drei Perkussionisten bei einigen Salsa-Nummern. Selbstverständlich dominierte der Jazz in Kompositionen von zum Beispiel Count Basie und Cannonball Adderly, und im letzten Stück, dem Weather-Report-Klassiker „Birdland“, ging richtig die Post ab. Natürlich erhielt das begeisterte Publikum die geforderte Zugabe am Ende einer gelungenen Gratis-Veranstaltung.

Von Wolfgang Wollek

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