Gitarrist Michael Fix gab im Schlachthof ein gepflegtes Konzert

Ein Gentleman an der Gitarre: Michael Fix. Foto: Fischer

KASSEL. In seiner Heimat Australien gilt Michael Fix als einer der populärsten Finger-style-Gitarristen, und er hat dort schon zahlreiche Preise abgeräumt. Zu seinem ersten Auftritt am Montagabend im Schlachthof, gleichzeitig Abschlusskonzert der „Saitenzauber 2011 delayed“-Reihe, kamen jedoch nur um die 25 Zuhörer.

Der deutsch moderierende und im dezent-gepflegten Stil eines englischen Gentleman auftretende Gitarrist, Sänger und Komponist bot im Verlauf des entspannten zweistündigen Konzerts einen facettenreichen Querschnitt aus seinen mittlerweile 13 CDs. Neben Eigenkompositionen wie „Promise“, seinem Sohn gewidmet, gab es so unterschiedliche Musiken wie „Bourrée“, „Lagrima“, „Fever“, „Peter Gunn“, „Come together“ oder auch „Paint it black“ zu hören.

Bach, Brahms und Mancini treffen Lennon, McCartney, Jagger und Richards? Klingt zunächst widersprüchlich, doch Michael Fix gelang es, mit seiner individuellen Technik ein wohlklingendes Konglomerat aus Klassik und Pop zu destillieren. Sein rechter Daumen ließ dabei den fehlenden Bassisten vergessen, die übrigen Finger pickten Rhythmus und Melodie. Bei „Sunrise over Alice“ erzeugte Fix exotische Sound- und Perkussioneffekte, um die Wüstenlandschaft um den Ayers Rock akustisch auszumalen. Auch Shadows-Sologitarrist Hank Marvin und seinen Landsleuten von Men At Work und den Easybeats erwies der Musiker aus Down Under in einem Medley seine Reverenz.

In der Pause plauderte der „Star zum Anfassen“ im Saal ganz zwanglos mit seinem Publikum, für das er gut gelaunt noch zwei Zugaben spielte.

Von Wolfgang Wollek

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