Vocalconsort Kassel in der Klosterkirche

Gloria und Glaube

Kassel. Gut vorbereitet mit einem ausgewogenen Chorklang zeigte sich das Vocalconsort Kassel am Sonntag in der Klosterkirche Nordshausen. Leiter Christoph Heimbucher hatte ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt mit bekannten und weniger bekannten Werken. Die passende Musik (Schütz, Purcell, Blow) zum ehrwürdigen Raum wollten sich viele Zuhörer (in einer Fußballpause) nicht entgehen lassen. Erfreulicherweise waren alle Texte, die englischen auch mit deutscher Übersetzung, im Programm abgedruckt. Im Mittelpunkt standen Schütz’ deutsches Gloria in excelsis, des Heiligen Bernhard Freudengesang und der Nicänische Glaube.

Heimbucher dirigierte aufmerksam, der Chor folgte seiner deutlichen Zeichengebung. An einigen Stellen wäre mit einer größeren dynamischen Bandbreite ein besseres Eingehen auf die inhaltliche Aussage möglich gewesen.

Gutes barockes Instrumentalspiel zeigten die Solisten Karin Völker, Flöte, Christiana Nobach, Violine, Andreas Ferbert, Violoncello, und Wolfgang Theis, Basso continuo. Mit Sonaten von Quantz und Telemann teilten sie das Programm in drei Teile, wobei sie einige kleine Stolpersteine geschickt umspielten. Das Publikum hatte nicht genug gehört und forderte zwei Zugaben.

Von Gerhard Rassner

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