The Very Best Of Black Gospel überbrachten „gute Nachricht“ in der Christuskirche

O, glücklicher Tag

Perfekte Show: Die Sänger von The Very Best Of Black Gospel beim Auftritt in der Christuskirche. Foto:  Fischer

KASSEL. Wie kann man die mächtigen Mauern der Wilhelmshöher Christuskirche erbeben lassen? Zum Beispiel indem man einen stimmgewaltigen Chor wie The Very Best Of Black Gospel engagiert. Unterstützt von zwei Keyboards und einem E-Drumset vermittelten die neun Musiker den Konzertbesuchern des bis auf den letzten Platz besetzten Gotteshauses ihre christliche Botschaft. Entgegen den Plakatfotos fehlten drei Mitwirkende, was die Damen und Herren um Bandleader Gregory M. Kelly nicht im Entferntesten daran hinderte, gleich mit dem ersten Ton den Funken auf das Publikum überspringen zu lassen.

Mit routinierter, aber sympathischer Professionalität zeigte der mit einer Friedenstaube geschmückte Kelly, wie amerikanisches Entertainment funktioniert. Seine mit deutschen Vokabeln gespickten Moderationen sorgten für allgemeine Heiterkeit, und bereitwillig ließen die Zuhörer sich zum Aufstehen, Klatschen und Singen dirigieren.

Der durch diverse TV-Auftritte bei Gottschalk, Silbereisen und Co. bekannte Chor mit dem unbescheidenen Superlativ im Namen begeisterte das Auditorium mit vielen Klassikern wie „Amazing Grace“, „When The Saints Go Marching In“ und natürlich „Oh Happy Day“.

Am überzeugendsten wirkte die Gruppe, wenn die Nuancen des Gesangs ohne elektrische Begleitinstrumente genossen werden konnten wie bei einem frühen Negro Spiritual. Ergreifender Höhepunkt: „Go down Moses“ mit Unterstützung der gewaltigen Kirchenorgel.

Powerfrau Dorrey Lin Lyles demonstrierte in zwei ekstatisch-mitreißenden Solopassagen die gesamte Bandbreite ihres voluminösen, an Aretha Franklin erinnernden Organs. Stehend dargebrachter Applaus zum Abschluss.

Von Wolfgang Wollek

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