„Ich bin nicht mehr irgendwer“

Interview: Sarah Weinfurter über "Germany’s Next Topmodel"

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Sarah Weinfurter

Sie hat lange durchgehalten, doch nun war auch für Sarah Weinfurter Schluss bei „Germany’s Next Topmodel“ (GNTM). Die 17-jährige Kasselerin wurde in der zehnten Folge von der Jury um Heidi Klum aus der Show gewählt. Im Interview erzählt sie von ihrer Zeit im Modelcamp.

Wie war Ihre Vorstellung von der Pro-7-Show „Germany’s Next Topmodel“, bevor es losging? 

Sarah Weinfurter: Ich habe es mir ein bisschen anders vorgestellt. Ich dachte nicht, dass man so eine Gemeinschaft wird unter den Mädchen, wie wir es dann doch geworden sind. Und ich hab es mir auch viel anstrengender vorgestellt, aber es war vor allem eine schöne Zeit für mich.

Was war Ihr Höhepunkt bei „GNTM“? 

Weinfurter: Das war, als ich die Schauspiel-Challenge gewonnen habe, es war total toll und überraschend. Und auch, als ich von Wolfgang Joop für die Pariser Modenschau ausgesucht wurde. Als ich dann aber doch nicht mitlaufen durfte, war ich schon etwas traurig.

Mussten Sie sich bei den verschiedenen Fotoshootings beispielsweise mit Schlangen oder Spinnen sehr überwinden? 

Weinfurter: Wir wurden auf jeden Fall sehr oft herausgefordert und mussten über unsere Grenzen hinauswachsen. Und es war jedes Mal ein Erfolgserlebnis für mich, wenn ich etwas geschafft habe, wovon ich dachte, dass ich es niemals packen würde.

Wie war Ihr Verhältnis zu den Juroren? 

Weinfurter: Die waren alle sehr nett. Vor allem Wolfgang war oft bei uns und hat viel Zeit mit uns verbracht. Er war ein bisschen wie ein Großvater für uns und hat uns immer Geschichten erzählt.

Wie sind Sie denn mit den anderen Models ausgekommen?

Weinfurter: Während der Zeit bei „GNTM“ habe ich die anderen Mädchen sehr gut kennengelernt, und es sind tolle Freundschaften entstanden. Mit den meisten Mädchen bin ich auch heute noch in Kontakt - wir reden miteinander über die Sachen, die wir gerade so machen, oder über unsere Zeit im Modelcamp.

Wurde aus der Freundschaft zu den anderen Mädchen auch irgendwann ein Konkurrenzkampf bei Ihnen? 

Weinfurter: Für mein Gefühl war es nicht so. Ich hatte nie den Konkurrenzdruck, ich hab die Sache für mich allein gemacht, und mit den Mädchen hab ich einfach Zeit verbracht. Es war sogar so, dass wir immer traurig waren, wenn ein Mädchen gehen musste.

Wie ist es für Sie, wenn Sie durch Kassel laufen? Erkennen die Menschen Sie als Topmodel-Kandidatin? 

Weinfurter: Ich merke, dass ich nicht mehr irgendwer bin. Wenn ich rausgehe, ist mir ein bisschen bewusst, dass die ganzen Leute über mich Bescheid wissen. Sie drehen sich um und denken „Kennt man die nicht irgendwoher?“. Das ist etwas seltsam.

Wie ist das Leben in der Schule als ehemalige „GNTM“-Kandidatin für Sie? 

Weinfurter: In der Schule finde ich es noch am normalsten - jedenfalls jetzt. Am Anfang war es etwas schwer für mich. Mit meinen engsten Freunden war es schnell wieder normal, mit den anderen war es anfangs komisch, sie wieder zu sehen. Aber mittlerweile ist alles wie früher.

Fotos von Sarah Weinfurter

Sarah Weinfurter bei „Germany’s Next Topmodel“

Ist der Modelberuf nach dem Aus bei „GNTM“ immer noch Ihr großer Traum?

Weinfurter:  Auf jeden Fall. Durch „GNTM“ hat er sich noch verfestigt. Ich habe gemerkt, dass ich es richtig will und dass es etwas ist, was mir wirklich Spaß macht. Jetzt möchte ich aber erst einmal die Schule fertig machen. Ich werde aber parallel weiter als Model arbeiten.

Von Benjamin Kling

Zur Person

Sarah Weinfurter ist 17 Jahre alt und lebt mit ihren Eltern und zwei Geschwistern in Kassel. Da ihre Mutter aus einem Teil Rumäniens stammt, der früher zu Ungarn gehörte, wuchs sie zweisprachig auf – mit Deutsch und Ungarisch. Hobbys der Waldorfschülerin sind Modeln, Geschichtenschreiben und Zumba.

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