HipHop-Star besitzt 100 Millionen Dollar

Rapper Drake verschenkt fast eine Million Dollar: Dieses Video rührt zu Tränen

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Such dir was aus, ich bezahl es: Drake mit einem weiblichen Fan im Video zu "God's Plan".

Die Musik von Rapper Drake klingt nicht nur gut, sie macht auch reich. In seinem Video zu "God's Plan" gibt er den Armen eine Million Dollar. Andere Pop-Stars haben ihr Geld lieber verbrannt.

Geld, das hat der Berliner Rapper Bushido einmal gesagt, sei "das Einzige, was mich weitermachen lässt“. Vielleicht ist Geld auch der Antrieb seines kanadischen Kollegen Drake. Laut dem Wirtschaftsmagazin "Forbes" besitzt der 31-Jährige, der eigentlich Aubrey Drake Graham heißt, knapp 100 Millionen Dollar. Damit ist er der fünftreichste Rapper der Welt. Arm geworden ist er nicht einmal durch das sehr teure Video zu seinem neuen Hit "God's Plan".

In dem knapp sechsminütigen Clip verschenkt Drake fast eine Million Dollar an Hilfsbedürftige. Schon mehr als 40 Millionen Mal wurde das Filmchen angeklickt - und fast alle sind gerührt von der angeblich so großen Geste. "Ich weinte wie ein Baby" schreibt ein User.

Die Spendenaktion ist tatsächlich ungewöhnlich in einer Branche, die sonst das Geld für schnelle Autos, teure Uhren und schöne Frauen verprasst, die in den Videos mit ihren Hintern wackeln. Diese Aktion sei "das Wichtigste, das ich je in meinem Leben gemacht habe", hatte Drake bereits im Vorfeld auf Instagram über "God's Plan" geschrieben, das in einem nicht sehr betuchten Viertel Miamis in Florida spielt.

Der Clip beginnt mit dem Hinweis, dass man das gesamte Budget für das Video in Höhe von 996.631,90 Millionen Dollar weggegeben habe. Dann steht Drake in einem Supermarkt und verkündet durch ein Megafon, dass er sämtliche Einkäufe aller Kunden bezahlen werde. Später überreicht er Feuerwehrleuten einen Scheck über 20.000 Dollar. Jeweils 50.000 Dollar gibt es für ein Frauenhaus und eine junge Frau, die das Geld für ein Uni-Stipendium benötigt.

Nicht nur für die Beschenkten ist der Trump-Gegner ein Held. Gerade in diesen schwierigen Zeiten brauchen die Vereinigten Staaten und auch alle anderen Nationen Helden. Jemand, der Gutes tut und darüber spricht, äh, rappt, kommt da gerade recht. Andererseits gibt es auch kritische Stimmen, die fragen, ob Drake und sein Team wirklich die gesamte Summe ihres Video-Budgets unters Volk gebracht haben. Und überhaupt: Wenn ein 100 Millionen Dollar schwerer Star eine Million spendet - ist das nicht so, als würde unsereins zehn Euro an die Aktion "Brot für die Welt" überweisen?

The most important thing I have ever done in my career...drop a if I can share it with you.

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The KLF verbrannten ihr Geld

Andererseits ist das Verhalten von Drake sehr viel vorbildlicher als das des britischen Pop-Duos The KLF. Jimmy Cauty und Bill Drummond verdienten Ende der 80er- und Anfang der 90er-Jahre mit ihren Hits ein Vermögen und lösten sich auf dem Höhepunkt ihrer Karriere auf - aber nicht einfach so, sondern mit der vielleicht spektakulärsten Aktion der Pop-Geschichte. Am 23. August 1994 verbrannten sie vor der schottischen Küste eine Million Pfund, die sie verdient hatten und dokumentierten das in dem Film "Watch The K Foundation Burn a Million Quid". Auch all ihre Platten zogen sie aus dem Handel zurück. Spinnen die Briten? In diesem Fall schon ein bisschen. Allerdings war ihr Handeln auch nur konsequent.

Immerhin schrieben Drummond und Cauty später noch ein Buch mit dem wegweisenden Titel: "The KLF. Das Handbuch. Der schnelle Weg zum Nr. 1 Hit." Vielleicht haben sie mit ihrem Ratgeber für Nachwuchsmusiker indirekt noch viele andere Hits produziert und andere reich werden lassen. Vielleicht denken die beiden Musiker heute auch wie ihr Landsmann, der Schriftsteller Oscar Wilde, der einst sagte: „Als ich klein war, glaubte ich, Geld sei das Wichtigste im Leben. Heute, da ich alt bin, weiß ich: Es stimmt.“ Drake ist noch nicht so alt. Er rappt darum unter anderem: "Can't have everything." Man kann nicht alles haben. Ein bisschen Geld wäre aber schon nicht schlecht. Vielleicht schicken wir Drake einfach unsere Kontonummer.

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