Kräftiger Applaus für den Musiker und Komiker

Götz Alsmanns alte Liebe: Der Entertainer beim Sommer im Park

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Musiker und Entertainer: Götz Alsmann beim Vellmarer Sommer im Park.

Vellmar. „Er ist für unser Festival mehr als das Salz in der Suppe“, lobte Sommer-im- Park-Organisator Gerhard Klenner, als er am Montag Götz Alsmann ankündigte und den musikalischen Pfiffikus mit der prägnanten Haartolle sogleich wie einen guten Freund umarmte.

Eine Hommage an die legendäre französische Chanson-Kultur der 30er- bis 60er-Jahre und an ihre charismatischen Protagonisten hatte Alsmann den 450 Besuchern mitgebracht. Zu Klassikern gewordene Titel von Idolen wie Gilbert Becaud, Charles Trenet, Charles Aznavour und Henry Salvador – neu arrangiert und in Deutsch gesungen. In Swing, Rumba, Bossa nova, verspieltem Jazz und Swing getaucht – eine gelungene Frischzellenkur, wobei der alte Glanz stets durchschimmerte.

Alsmanns Arrangements von Stücken wie „La Mer“, „Boum“, von dem einst Rudi Schuricke schon eine deutsche Fassung aufnahm, Salvadors „Der Junge im Boot“ (Le petit indien) oder Eddi Constantines „Der Vagabund und das Kind (L’homme et l’enfant) begeisterten das Publikum.

Wieder einmal erwies sich der aus Münster stammende Alsmann als großartiger Musiker mit einer ebenso großartigen Band: Altfrid Maria Sicking (Vibrafon), Michael Ottomar Müller (Bass), Rudi Marhold (Schlagzeug) und Markus Paßlick (Percussion).

Dabei versteht es Alsmann wunderbar, Musik und Entertainment zu verknüpfen. Denn der 55-Jährige ist ein köstlicher Unterhalter: Komik, Parodien, Quasseln wie ein Wasserfall, Stimme verstellen und Spukgeschichten erzählen – das Publikum hatte seinen Spaß.

Immer wieder gab er Geschichten aus der eigenen Kindheit zum Besten. Wie er als Junge im Bademantel vorm Fernseher saß, Gilbert Becaud sah und dann betete: „Herr, bitte mach, dass ich so werde wie Gilbert Becaud.“ Die Flirtrichtlinien holte er sich als Pubertierender aus Eddie-Constantine-Filmen und probierte sie im Partykeller der katholischen St.-Agnus-Gemeinde aus. „Wobei ich statt Whiskey Fanta nehmen musste.“ Viele weitere Anekdoten in bester Klassenclown-Manier folgten. Kräftiger Applaus für den Musiker und Komiker Götz Alsmann.

Von Steve Kuberczyk-Stein

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