„Google ist flach“

Der britisch-amerikanische Künstler Marcos Lutyens (48) über Hypnose als Kunst

Documenta-Teilnehmer Marcos Lutyens hat Hypnose gelernt, um sie künstlerisch zu nutzen.

Was ist Ihnen als Künstler an der Hypnose wichtig?

Marcos Lutyens: Wir denken, dass wir mit Google alles Wissen und alle Erfahrungen der Welt anzapfen können. Was wir dabei erleben, ist aber flach. Die Erfahrungen, die man bei mir machen kann, können bedeutsamer und echter sein. Sie gründen tiefer.

Warum haben Sie sich dafür entschieden, Künstler zu werden und nicht Therapeut?

Lutyens: Ich wollte nicht nur einen Patienten nach dem anderen abfertigen. Mich interessieren vielmehr die Gemeinsamkeiten der Menschen. Wenn jemand davon erzählen will, notiere ich mir, was jeder erlebt hat. Manche der Übungen sind so gestaltet, dass Teilnehmer auch an Erinnerungen aus der Kindheit herankommen können.

Was ist Kunst daran?

Lutyens: Ich sammle einerseits Muster, schaue nach solchen Sachen, die bei allen Menschen in deren Unterbewusstsein ähnlich funktionieren. Und ich hoffe, dass jeder, der aus einer Stunde mit mir kommt, mit einem Bewusstsein in die Welt hinausgeht, das sich ein wenig verändert hat. Das vielleicht ein klein wenig klarer geworden ist. Dann kann sich die Welt verändern. (fra)

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