Gorillas haben warme Augen: Jacob-Grimm-Schule spielt

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Voller Ehrgeiz: Mike Mahrhofer (links), Milan Sixt und Lara Busch in „Abfall“. Foto: Wienecke

Kassel. „Sie sind über sich selbst hinausgewachsen“, sagt Maria João Ventura über ihren Kurs Darstellendes Spiel Q 2. Auch das Publikum im ausverkauften Dock 4 spendete den 14 Darstellern des Theaters der Jacob-Grimm-Schule bei der Premiere ihres Stücks „Abfall“ tosenden Applaus.

„Ich habe noch keinen Fünfjahresplan“, verrät Lara Busch. Sie wisse noch nicht, wie es nach dem Abitur weitergehen soll, sagt sie in dem Stück, das von der Welt der Spitzenmanager handelt. Andere kennen ihren Weg bereits. Per Checkliste am heimischen Kühlschrank wurde ihnen ein Wertesystem eingetrichtert. Im Anschluss wird für die „New Challenge Company“ geschuftet. Um dies zu schaffen, wird sportlich genauso hart trainiert.

„Niemals stehenbleiben und niemals zurückschauen“, heißt die Devise. „Bück’ Dich hoch“, bringt es der Einspieler der Band Deichkind auf den Punkt. Ehefrauen und Kolleginnen werden gequält, mancher Chef weckt Mordgelüste, auf die Unproduktiven wird herabgeblickt. Wer jedoch im Angriffsmodus nicht bissig genug ist, gerät ins Abseits und wird wie Abfall entsorgt.

Lediglich die Gorillas im Zoo haben warme Augen, anders als die Manager. „Money Hunny (Honey)“, singt Antonia Bockelmann. Tassilo Greger begleitet sie auf der Gitarre und zeigt darüber hinaus eine herausragende schauspielerische Leistung.

Nochmals heute, 19.30 Uhr, Dock 4, Deck 1.

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