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Landesgospelchor Get up! verabschiedete sich emotional

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Von: Bettina Wienecke

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Abschiedskonzert: Für den letzten Auftritt erhielt der Landesgospelchor Get up! Ovationen.
Abschiedskonzert: Für den letzten Auftritt erhielt der Landesgospelchor Get up! Ovationen. © Bettina Wienecke

In der Kasseler Dreifaltigkeitskirche gab der Landesgospelchor Get up! sein letztes Konzert. Es wurde gefühlvoll sowohl für die Sängerinnen und Sänger als auch für die Besucher.

Kassel – Als die 16 Sängerinnen und vier Sänger die Dreifaltigkeitskirche in Süsterfeld paarweise betraten, strahlten sie noch um die Wette. Über zwei Stunden später flossen beim Verlassen der Kirche bei vielen von ihnen Tränen. Grund dafür ist die Auflösung ihres Chores, des Landesgospelchors Get up! der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck.

Mit einem phänomenalen Konzert verabschiedeten sich die in Weiß und Orange gekleideten Sängerinnen und Sänger unter der Leitung von Peter Hamburger am Piano mit ihrer tollen Band von dem begeisterten Publikum in der voll besetzten Kirche. Das Programm hatten die Sänger rund um Soul, Pop und Gospel selbst bestimmt, sie präsentierten ihre Lieblingssongs.

Mit „Miracles“, bekannt durch Gospelmusiker Kirk Franklin, ging es los. Beim beschwingten „Glorious“ klatschte das Publikum bereits mit. Den Klassiker „Riverside“ präsentierten die Sänger als moderne Version mit einem Gitarrensolo von Thorsten Drücker. Er war kurzfristig bei der Band eingesprungen. Wieder mit dabei waren David Heise (Schlagzeug), Lutz Pauli (E-Bass) und Jochen Engel (Saxofone und Keyboard).

Auch die bewährten Solistinnen Stephanie Vespermann, Sabrina Preuss, Karin Heinemann und Retty Paruntu strotzten nur so vor Energie und wurden von Marvin Brückmann mit dem Chor immer wieder in wechselnde Lichtstimmungen gehüllt (Tontechnik: David Schmitt).

Der Solist Christoph Staab brillierte bei „Keep The Faith“ von Michael Jackson, während Chor und Publikum tanzten. Landeskirchenmusikdirektor Uwe Maibaum bedauerte die Auflösung des Chors. Angesichts der Erweiterung der Popularmusik und neuer Aufgaben des Kirchenmusikdirektors Peter Hamburger als Fachbereichsleiter Popularmusik. und Multiplikator schien dies jedoch nötig, sagte er. Mit einem überregional aufgestellten Projektchor „Rejoice“ will Hamburger weiter Popular-Chormusik auf hohem Niveau anbieten. Get up! war unter anderem bei Internationalen Gospelkirchentagen und Landeskirchenmusiktagen aufgetreten, hat mehrere CDs aufgenommen und wird vom Publikum sicher schmerzlich vermisst werden. Nach der Zugabe „Lord of all“ gab es verdienten und tosenden Applaus im Stehen.

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