Gustav Peter Wöhler mit viel Gefühl beim Sommer im Park

Wer gräbt, findet

Begeisterter Vortrag: Gustav Peter Wöhler bei seinem Auftritt im Vellmarer Festzelt. Foto:  Malmus

VELLMAR. Ein Auftritt von Gustav Peter Wöhler und seiner Band ist ein Event und kein Konzert. Dafür stellt der Schauspieler und Sänger bei seinen Veranstaltungen noch viel mehr als nur Musik in das kreative Schaufenster.

Und gerade deshalb war er für die Abschlussveranstaltung des Sommer im Park-Festivals prädestiniert. Nostalgie mit aktuellem Instrumentalsound, Gefühlswärme zum Ausklang einer erfolgreichen Saison sorgten für Begeisterung. Als man im Zugabenteil mit dem Publikum die Textzeile „Es ist vorbei“ (aus Rio Reisers „Junimond“) intonierte, sprühten Hoffnung und Freude durch die Sitzreihen.

Alles ist einmal vorbei, doch alles findet seine Fortsetzung in neuen Anfängen. Wöhler steht für eine moderne positive Stimmung, die sich ihrer Vergangenheit nicht schämt. Er nimmt „Imagine“ auf die Reise in die Zukunft, verpasst dem Klassiker ein luftiges Bossa-Kleidchen und hält die Erinnerung an die John-Lennon-Vision einer friedlichen Welt am Leben.

Mit seiner Begeisterung am Vortrag formt er die Songs von The Cure, U2, Robert Johnson und Michael Jackson von einer künstlerischen Interpretation zu einer inbrünstigen Hommage.

Mit dem Kontrabassisten Olaf Casimir, dem Pianisten Kai Fischer und dem Gitarristen Mirko Michalzik dribbelt sich ein geschmeidiges Ensemble an seiner Seite durch verschiedene Stile, ohne das Tor aus den Augen zu verlieren. Das Original bleibt immer präsent, und auch wenn Wöhler nicht als durchtrainierter Profi-Belcanto glänzt, so kompensiert er Technik mit Leidenschaft und Energie. Mit stürmischem Applaus würdigte man eine Band, die erfolgreich nach alten Schätzen gräbt, um damit neue Häuser zu bauen.

Von Andreas Köthe

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