Kasseler Kunsthochschule ist beim Branchentreffen auf der Berlinale präsent - Animation bis Spielfilm

Wo die Grenzen verschwimmen

Behrooz Karamizade

Kassel/Berlin. Die Kasseler Kunsthochschule ist auf der Berlinale gut vertreten. Sieben Studierende können dort ihre Filme zeigen - auf der Fachmesse European Film Market (EFM).

Mit der Initiative „Hessen Talents“ bringt die hessische Film- und Medienakademie (hFMA) schon zum vierten Mal Filme aus den hessischen Hochschulen aufs Festival und will Studenten ermöglichen, vor Ort mit Entscheidern der Branche in Kontakt zu kommen. Beim EFM ist ausschließlich akkreditiertes Fachpublikum zugelassen. Sechs der 18 Kurzfilme stammen aus der Kasseler Nachwuchsschmiede.

Die Frage „Warum hasst jeder Autos?“ will Stefan Vogts Kurzanimation in einer Minute beantworten. Nico Sommers 20-minütiger „Vaterlandsliebe“ lässt die Grenzen zwischen Dokumentation und Fiktion verschwimmen und erzählt die Geschichte von einem stramm rechten jungen Mann - und unseren Vorurteilen. Benjamin Pfitzner hat einen witzigen Kurzspielfilm gedreht: „George Schmitzki“ handelt von einem Basketballspieler, der Karriere machen will trotz einer Behinderung. Ebenfalls einen Kurzspielfilm hat Manuel Gerber gemacht: „Leitpfosten“ porträtiert eine Frau, die an der Autobahn die titelgebenden Begrenzungen kontrolliert. Baoying Bilgeri („Henker“) und Nils Knoblich („From Dad To Son“) stellten ihre Filme bei der „Trickreich“-Präsentation im Bali vor (siehe Artikel unten).

Unabhängig von „Hessen Talents“ hat der Kasseler Student Behrooz Karamizade die Möglichkeit, eine Arbeit in Berlin zu zeigen: Sein Dokumentarfilm „Salam Aleikum Allemagne“ wird auch beim EFM vorgestellt. Darin begleitet er irakische Flüchtlinge bei der Ankunft in Deutschland und ihren ersten Schritten in der neuen Heimat.

Von Bettina Fraschke

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