Hamburger Band Jazul spielte im gut gefüllten Theaterstübchen Soul- und Jazzmusik

Groove mit Bebop, Latin und Pop

Atemberaubend schnell und präzise: Trompeter Ingolf Burkhardt von der Band Azul. Foto: Koch

Kassel. Es ist Freitagabend. Zeit sich mal richtig auszutoben oder musikalisch verwöhnen zu lassen. Beides bekam das Publikum im gut gefüllten Theaterstübchen an diesem Abend mit der Hamburger Band Jazul geboten. Schon im ersten Song liefern Ingolf Burkhardt (Trompet/Flügelhorn) und Roland Cabezas (Gitarre/Gesang) atemberaubend schnelle, aber präzise zusammen gespielte Melodielinien, um danach noch mit fantastischen Soli in funkiger Bebop-Manier aufzutrumpfen.

So kann es weitergehen, doch es kommt sogar eine Spur genialer. Im nächsten Song legen David „Dezzie“ Paulicke (Drums und Electronik) und Achim Rafain (Bass) einen Groove vor, bei dem man am liebsten auf die Bühne springen und mitmachen will.

Im Kontrast dazu die Melodylines von Burkhardt, die an Miles Davis erinnern. Mit seiner charmanten und witzigen Art hat Burkhardt das Publikum schnell auf seiner Seite und macht mit seinen Männern Faxen auf der Bühne. Man merkt, dass diese Band liebt, was sie tut. Ein Grundgerüst von Funk, das natürlich soulig-jazzige Elemente beinhaltet, stets einen ungeheuren Groove vorweist und gewürzt ist mit Bebop-, Latin- und Pop-Elementen.

Eigens komponierte Ohrwürmer wie „Lass mir mei Ruh“ oder „Keepin’ up (with the Jones) lassen das Liebhaberherz höher schlagen, so genial, so originell sind die Arrangements. Das sind die Coverstücke von Toto oder der Version des „König von Deutschland“ ebenfalls.

Es verwundert nicht, dass bei den letzten Songs die Zuschauer standen und mittanzten und die günstigen CDs reißenden Absatz fanden.

Von Alexander Pluquett

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