Cornelia Funkes neuer Roman „Geisterritter“ erfreut nicht nur Kinder

Hat gut lachen: Bestsellerautorin Cornelia Funke. Foto: dpa

Dank Romanzyklen wie der „Tintenwelt“-Trilogie oder zuletzt dem Auftakt zu den „Reckless“-Abenteuern gilt Cornelia Funke mittlerweile ähnlich wie „Harry Potter“-Schöpferin Joanne K. Rowling als so genannte All-Age-Autorin, deren Bücher Menschen zwischen 9 und 99 Jahren erfreuen.

Mit „Geisterritter“ hat sie nun erstmals wieder einen Kinderroman geschrieben, aber auch an diesem Buch hat man als Erwachsener seine Freude. Funke erzählt die Geschichte des elfjährigen Engländers Jon, den seine Mutter auf ein Internat nach Salisbury schickt. In dem dunklen Gemäuer fühlt er sich auf Anhieb unwohl. Dass dort allerlei Geister ihr Unwesen treiben, erhöht sein Unbehagen noch.

Doch die schlechte Nachricht kommt erst noch: Der Anführer der Geister, schon zu Lebzeiten ein mieser Schurke, hat geschworen, alle Nachkommen jenes Mannes zu töten, für dessen Ermordung er einst gehängt worden ist; und Jon ist der nächste auf der Liste.

Funke erzählt die Abenteuer des Jungen mit gewohnt viel Fantasie und einem gehörigen Schuss Romantik, denn Jon bekommt eine hübsche Mitstreiterin. Und er findet einen ritterlichen Verbündeten, der allerdings ähnlich tot ist wie seine Erzfeind.

Am Ende entpuppt sich der immer wieder mit feiner Ironie gewürzte Roman sogar als doppelte Romanze. Ein großer Gruselspaß für jung und alt ab zehn Jahren. Zum Vergnügen tragen auch die schönen ganzseitigen Illustrationen von Friedrich Hechelmann bei.

Cornelia Funke: „Geisterritter“. Cecilie Dressler Verlag, Hamburg. 256 Seiten, 16,95 Euro. Wertung: !!!!:

Von Tilmann Gangloff

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