Boulevardtheater verlegt Eingang und baut neues Foyer - Sechs neue Produktionen in nächster Spielzeit

Großer Umbau in der Komödie

Noch sind die Fenster an der Friedrich-Ebert-Straße leer: Architekt Timm Dorkowski (von links), Knut Schakinnis (Geschäftsführer Komödie), Michael Kaiser (Theaterleiter), Oberbürgermeister Bertram Hilgen und Kulturamts-Leiterin Dorothée Rhiemeier schauen sich die Umbaupläne an. Foto: Schachtschneider

KAssel. Schluss mit dem leicht angestaubten 60er-Jahre-Flair. Die Kasseler Komödie startet jetzt mit einem großen Umbau. Dabei soll der in ein abweisendes Treppenhaus führende Eingang von der Friedrich-Engels-Straße direkt an die Friedrich-Ebert-Straße verlegt werden.

Ein großer Servicebereich mit der Tageskasse und ein neues Foyer sollen dem Privattheater künftig ein modernes Ambiente verpassen. Ein Teil des Erdgeschosses soll zusätzlich an einen Cafébetrieb vermietet werden.

Gebaut wird ab sofort, auch parallel zum Spielbetrieb, der am 9. September wieder beginnt (siehe weitere Texte). Im Stammhaus der Komödie residiert Schakinnis’ Privattheater zur Miete. Die Einweihung der erweiterten Komödie ist für September 2011 geplant, bis dahin soll auch die Bühne selbst renoviert worden sein.

Geschäftsführer Knut Schakinnis hat zur Verwirklichung seiner Pläne das Haus Friedrich-Ebert-Straße 37 für 450 000 Euro privat gekauft. Das Erdgeschoss steht leer, früher waren dort die Kneipe „Beichtstuhl“ und ein Modegeschäft untergebracht. In zwei weiteren Etagen ist eine Tanzschule ansässig. Das Bremer Architekturbüro Dorkowski Tülp und Partner kümmert sich um den Umbau, für den 270 000 Euro vorgesehen sind.

Auf 210 Quadratmetern wird sich das Theaterfoyer künftig in dunkelbraunem Holz mit roten Wandfarben präsentieren. Ein Fahrstuhl sorgt für den barrierefreien Zugang zum Geschoss mit dem Vorführsaal. Auch vom Parkplatz hinter dem Haus wird es einen direkten Zugang zur Komödie geben. Lagerflächen ergänzen das Raumangebot, die Komödie kann dann ihre extern gemieteten Räume aufgeben.

Die Finanzierung wird möglich durch einen Bereitstellungskredit des Bremer Partnerhauses Theaterschiff. „Die Komödie lebt wieder, jetzt müssen wir zwingend den nächsten Schritt machen“, sagt der Geschäftsführer.

Oberbürgermeister und Kulturdezernent Bertram Hilgen freut sich über die Entwicklung an dem Theater, das vor vier Jahren durch eine Insolvenz gegangen ist und von den jetzigen Betreibern neu aufgebaut wurde: „So ergänzen sich unsere Anstrengungen, das Quartier Friedrich-Ebert-Straße aufzuwerten.“ Er hofft auf einen Impuls für die Sanierung weiterer Häuser auf der Zeile.

Von Bettina Fraschke

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