Rheingau-Musikfestival

Großes Finale mit Massenet

Repräsentative Spielstätte für Konzerte: Die Basilika von Kloster Eberbach. Foto: dpa

Wiesbaden. Zum Abschluss des Rheingau Musik Festivals erlebte das Publikum in der ausverkauften Basilika von Kloster Eberbach ein letztes Highlight: „Marie-Magdeleine“, Jules Massenets (1842-1912) bei uns nur noch dem Namen nach bekanntes, einst berühmtes geistliches Drama. Jubelnder Beifall belohnte den Tschechischen Philharmonischen Chor Brünn, das Philharmonische Orchester und vier prominente Solisten unter der Leitung von Leos Svarovsky.

Das Oratorium, das keinen Evangelisten, sondern ausschließlich handelnde Personen kennt, trägt stark opernhafte Züge. Im Zentrum steht Maria von Magdala, eine der umstrittensten Frauengestalten der Bibel: Die vom Volk tief gefallene Sünderin, die der Meister aber nicht mit Verachtung straft, sondern als Jüngerin zu sich erhebt. Die Bekehrte folgt ihm bis zum Kreuzestod nach, entdeckt sein leeres Grab, erlebt nach der Legende seine leibhaftige Auferstehung und verkündete sie aller Welt.

Das lyrisch-sentimental beginnende Werk steigert sich zunehmend ins Hochdramatische mit hinreißenden Chören. Unter den Solisten ragten die Sopranistin Adriana Kohutkova in der Titelpartie und Tomas Cerny als Jesus heraus.

Massenets geistliches Drama bildete den Abschluss einer erfolgreichen Festival-Saison. 117 000 Besucher erlebten an 42 Spielstätten insgesamt 153 Veranstaltungen, von denen 105 ausverkauft waren. Der Festival-Etat betrug 7,1 Millionen Euro.

Von Britta Steiner-Rinnberg

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