Das Rheingau-Musik-Festival widmet sich den Jubilaren

Gute Klassik-Tropfen

Daniel Barenboim Fotos: dpa

Wiesbaden. Note und Traube: Mit dieser neuen Optik geht das Rheingau-Musik-Festival in die 23. Saison. Das Kurhaus Wiesbaden, die Klosterbasilika Eberbach und Schloss Johannisberg, das sind die reizvollen Spielorte für die Topstars der Klassikszene in Hessens Weinregion, die sich zwischen dem 26. Juni und dem 28. August die Klinke in die Hand geben.

Traditionell eröffnet das HR-Sinfonieorchester mit seinem Chefdirigenten Paavo Järvi den Reigen von 153 Veranstaltungen. Gustav Mahlers zweite Sinfonie, die „Auferstehungssinfonie“, steht am 26. und 27. Juni in der Basilika von Kloster Eberbach auf dem Programm.

Die großen Musik-Jubilare des Jahres - neben Mahler sind das vor allem Robert Schumann und Frédéric Chopin - bilden einen gewichtigen Schwerpunkt im Programm. Die Baritone Thomas Hampson (13.7.) und Christian Gerhaher (20.7.) sind jeweils mit Mahler-Liedern zu hören, Valerij Gergiev und sein St. Petersburger Mariinskij-Theaterorchester sind mit Mahlers Neunter in Wiesbaden zu Gast (21.7.).

Von Schumann sind neben zahlreichen Orchesterwerken auch seine „Faust“-Szenen mit dem Stuttgarter Kammerchor und Frieder Bernius zu hören (25.7.). Und Chopin kommt unter anderem beim Klaviermarathon mit jungen Preisträgern am 31.7 auf Schloss Johannisburg zu Ehren.

Die Promi-Dichte ist in diesem Jahr wieder hoch. Ein paar Beispiele: Stargeigerin Anne-Sophie Mutter tritt gleich zweimal in Wiesbaden auf - am 8.7. mit dem Mendelssohn-Konzert und am 9.7. mit dem Beethoven-Konzert, jeweils begleitet vom HR-Sinfonieorchester und Paavo Järvi.

Daniel Barenboim gibt einen Klavierabend (4.7.), und der junge Cellist Gautier Capuçon kommt mit dem Dvoák-Konzert und der Philharmonie von Monte Carlo vorbei. Der Pianist Rudolf Buchbinder setzt seinen Beethoven-Zyklus fort, und unter den jüngeren Klaviervirtuosen fallen Martin Stadtfeld (23.7.) sowie Hélène Grimaud (26.8.) auf. Stadtfeld gibt einen Soloabend und Grimaud spielt, begleitet vom Sydney Symphony Orchestra und Vladimir Ashkenazy, Beethovens Klavierkonzert Nr. 5.

Wenigstens zwei Sängerinnen der Extraklasse seien noch genannt: Die Sopranistin Diana Damrau gibt einen Liederabend mit Harfenbegleitung Xavier de Maistres (5.8.), und Nina Stemme singt Berlioz’ Orchesterlieder „Les Nuits d’été“ (19.8.), begleitet vom Swedish Chamber Orchestra und Thomas Dausgaard.

Für Freunde Alter Musik dürfte Claudio Monteverdis „Marienvesper“ mit dem Rias-Kammerchor und der Akademie für Alte Musik Berlin, geleitet von Hans-Christoph Rademann, ein besonderer Höhepunkt sein.

www.rheingaufestival.de, Karten: 01805 / 74 34 64

Von Werner Fritsch

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