Dominique Labelle bei den Händel-Festspielen

Ein guter Geschmack

Göttingen. Von einem „vermischten Geschmack“ hört man selten. So weckte bereits der gleichlautende Titel des Konzerts bei den Göttinger Händel-Festspielen am Dienstag großes Interesse in der Uni-Aula. Mit der Sopranistin Dominique Labelle sowie dem Geigenvirtuosen Christoph Timpe und seinem italienischen Ensemble Accademia per Musica gastierten gleich mehrere international bekannte Barockexperten in Göttingen.

Angesichts der erbrachten Leistung aller konnte hier nicht über Geschmack gestritten werden. Der seltsam anmutende Titel bezog sich auf die Werkauswahl, die die Synthese des italienischen und französischen Stils thematisierte. Werke von Muffat, Clérambault, Leclair und Händel vereinten die im Barock vorherrschenden Stile.

Unterstützt von der wunderbaren Akustik des Schatzkästchens kam die voluminöse und dennoch federleicht und fein nuanciert wirkende Stimme Labelles perfekt zur Geltung. Mit Bravo-Rufen und tosendem Beifall wollte das begeisterte Publikum Labelle erst gar nicht in die Pause entlassen.

In der zweiten Hälfte rundete Händels Kantate „Delirio Amoroso“ das Konzert prachtvoll ab. Ebenso überzeugend war Timpes Solopart in Leclairs Konzert für Violine und Streicher op. 10 Nr.6 g-moll, den er stilgerecht ausdeutete.

Von Sebastian Krämer

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