Ensemble CordArte bei den Händel-Festspielen

Sie haben den Staub weggepustet

HANN.MÜNDEN. Die Worte „Saite“ und „Kunst“ stecken im Namen des Kölner Ensembles CordArte, das zu den Schatzgräbern der Alten Musik zählt. Die Musiker fördern vergessene Kompositionen der Barockzeit zu Tage, pusten gleichsam den Staub von den alten Notenblättern weg. So geschah es im Rittersaal des Welfenschlosses in Hann. Münden, wo CordArte im Rahmen der Internationalen Händel-Festspiele Göttingen auftrat.

Der Konzertabend, unterstützt vom Mündener Kulturring und vom Landschaftsverband Südniedersachsen, brachte für die knapp über 200 Zuhörer neben Musikjuwelen der Großmeister Georg Friedrich Händel und Heinrich Schütz Apartes von weniger bekannten italienischen Komponisten.

So etwa eine Triosonate von Giovanni Maria Bononcini (1642-1678), in der ein strenger Kanon höchst beschwingt, um nicht zu sagen fetzig angetanzt kam.

Enthusiastische Umsetzung

Das Ungestüm-Vitale und die ausdrucksvolle Klangrede der Barockmusik fanden in Daniel Deuter und Margret Baumgartl (Violinen), Elisabeth Wand (Barockcello) und Markus Märkl (Cembalo) enthusiastische Fürsprecher.

Neben den Saitenkünstlern ließ sich die Sopranistin Miriam Feuersinger hören - und gestaltete als größtes Vokalstück des lang beklatschten Abends Händels italienische Kantate „Agrippina condotta a morire“ mit Musikalität und dem nötigen Quäntchen an Leidensfähigkeit. Die Stimme der jungen Österreicherin darf man aber als nicht allzu groß bezeichnen.

Von Georg Pepl

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