Milla Kay begeisterte mit neuen Liedern im Theaterstübchen

Musikalisch vielseitig: Milla Kay beim Auftritt im Theaterstübchen. Foto: Malmus

Kassel. Wenn man nach acht Stunden auf voll gestopften Autobahnen gerade noch rechtzeitig zum Gig eintrifft, dürften die meisten Musiker ziemlich genervt sein.

Bei der noch relativ unbekannten Hamburger Singer/Songwriterin Milla Kay schien die überlange Fahrt am Dienstagabend den gegenteiligen Effekt ausgelöst zu haben.

In allerbester Laune sang und spielte sie im erstaunlich gut besuchten Theaterstübchen ein relaxtes Konzert, bei dem sie sich sehr locker und fern von jeglichem Poser-Gehabe gab. Spaß hatte sie und wollte zum Beispiel während eines Songs von ihrem Bassisten Phil Steen wissen, warum er so lache. Zusammen mit Produzent und Gitarrist Hauke Kliem stellte Milla Kay ihr aktuelles Album „Heartmade“ vor, für das sie sich nach ihrem Debüt fünf Jahre Zeit gelassen hatte.

Zwischen Pop und Jazz

Diese Herzensangelegenheit erwies sich als eine völlig entspannte Melange aus jazzigen Harmonien und poppiger Leichtigkeit, mal funky oder auch mit unaufdringlichem Bossa-nova-Feeling wie bei einem brasilianischen Sonnenuntergang.

Ihre Gefühlscollage „Mashup“ begann sehr sanft-harmonisch, um peu à peu in schräge, leicht zerrende Gitarrenakkorde überzuschwappen. Bei gewissen Phrasierungen ließ Milla Kays leicht rauchige Stimme unwillkürlich Erinnerungen an Rickie Lee Jones wach werden.

Ihre Vielseitigkeit demonstrierte sie durch den Einsatz von Gitarre, Ukulele und diversen Percussions. Durch den Einsatz direkt aufgenommener Gesangs- und Gitarrenloops wurde der Bandsound des Trios noch interessant aufgepeppt, und in der gelungenen Duettversion von „Cry Me A River“ gab es ein expressives Bass-Solo zu hören.

Das begeisterte Publikum im Theaterstübchen erhielt noch zwei Zugaben, eine davon mit einem eher seltenen Glockenspiel-Solo.

Von Wolfgang Wollek

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