Sebastian Gahler Trio gab Konzert im Theaterstübchen

Dumpfe Töne: Nico Brandenburg mit dem Bass. Foto:  Wagner

Sie waren eine Einheit und trotzdem selbstständig. Die drei Musiker des Sebastian Gahler Trios spielten Dienstagabend im Theaterstübchen einen Jazz-Mix aus alten, neuen und gecoverten Stücke. Der Namensgeber und Komponist des Trios, der Düsseldorfer Sebastian Gahler, spielte Klavier, Nico Brandenburg den Kontrabass, und René Marx saß am Schlagzeug.

Das Konzert startete mit Eigenkompositionen. Gleichberechtigt agierten die Musiker auf der kleinen Bühne und wirkten dennoch wie eine Einheit. Die Musiker sind nach Jahren der Zusammenarbeit gut aufeinander eingespielt, schauen sich während des Spielens lange an und hören sich gegenseitig zu. Mit einer Coverversion von Jazz-Legende Cole Porter merkte das Publikum dann doch einen Unterschied. Während die Musiker in den ersten Stücken eher einzeln unterwegs waren, entstand bei dem Porter-Stück eine Harmonie, ein Groove zum Zurücklehnen.

Auch wenn das Trio vor nur 15 Leuten spielte, gaben sie vollen Einsatz. Sebastian Gahler am Klavier verzog nur selten die Miene. Er spielte teilweise so gebückt, dass man meinen könnte, der junge Mann möchte in den Flügel hineinkriechen. Nico Brandenburg hatte seinen Bass zärtlich im Arm und bewegte sich langsam mit geschlossenen Augen zu den tiefen, dumpfen Tönen. René Marx dagegen schien mit jedem Drum zu leiden, als ob die Vibration des Beckens in seinen Körper geleitet würde.

Für das zweistündige Konzert, das wie im Flug verging, gab es begeisterten Applaus vom Publikum.

Von Heike Wagner

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